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Disziplinarstrafen für US-Soldaten wegen Koran-Verbrennung

Militär Disziplinarstrafen für US-Soldaten wegen Koran-Verbrennung

Sechs US-Soldaten haben Disziplinarstrafen erhalten, weil sie in Afghanistan Koran-Exemplare und andere religiöse Texte verbrannt haben. Drei weitere US-Soldaten werden im Zusammenhang mit einer Leichenschändung disziplinarisch bestraft.

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Ein Afghane zeigt eine angebrannte Ausgabe des Korans bei Protesten gegen das US-Militär in Bagram.

Quelle: S. Sabawoon/ Archiv

Washington. Das teilten die US-Streitkräfte am Montag (Ortszeit) mit. Keiner der Soldaten werde strafrechtlich verfolgt.

Worin die Disziplinarstrafe besteht, wurde nicht mitgeteilt. Nach US-Medienberichten könnte es sich zum Beispiel um Geldbußen, schriftliche Abmahnungen, Degradierung, Soldkürzungen, Versetzung oder eine Kombination aus diesen Maßnahmen handeln.

Einer der drei Marineinfanteristen hatte zugegeben, auf die Leiche eines Taliban-Kämpfers uriniert zu haben. Ein zweiter hatte sich schuldig bekannt, ein Video gedreht zu haben, das weltweit für Empörung gesorgt hatte. Ein dritter hatte gestanden, den Vorfall nicht gemeldet zu haben. US-Verteidigungsminister Leon Panetta und der afghanische Präsident Hamid Karsai hatten die Handlung der Marineinfanteristen scharf verurteilt.

Die Untersuchung der Koranverbrennung in der US-Luftwaffenbasis Bagram habe ergeben, dass keine böswillige Missachtung des Korans oder eine Diffamierung des Islam vorgelegen habe, hieß es weiter. Der General, der den Vorfall untersuchte, kam kam nach Angaben des Pressedienstes der US-Streitkräfte zu dem Schluss, dass fehlende Kommunikation, schlechte Führung und falsche Entscheidungen die Ursachen gewesen seien.

dpa

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