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Politik Ein Niedersachse will JU-Chef werden
Nachrichten Politik Ein Niedersachse will JU-Chef werden
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19:22 17.01.2019
Tilman Kuban Quelle: Tilman Kuban
Berlin

Ein Niedersachse setzt dazu an, neuer Vorsitzender der Jungen Union zu werden. Der 31-jährige Tilman Kuban will auf dem Sonderdeutschlandtag der Jungen Union Mitte März in Berlin zum Nachfolger von Paul Ziemiak gewählt werden und die Jugendorganisation von CDU und CSU leiten. Der Posten ist vakant, seitdem Ziemiak im Dezember vergangenen Jahres CDU-Generalsekretär wurde.

Kuban, CDU-Mitglied, ist derzeit Vorsitzender der Jungen Union in Niedersachsen. Er kandidiert auf einem aussichtsreichen Listenplatz für die Europawahl im Mai. Er wäre der erste JU-Vorsitzende im Parlament in Straßburg. „Das gäbe uns die Möglichkeit, nicht nur in Sonntagsreden Europas Zukunft zu beschwören, sondern diesen Anspruch mit Leben zu erfüllen“, sagte Kuban am Donnerstag dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

Kandidatur via Facebook-Video bekannt gegeben

Kuban, der zurzeit die Rechts- und Nachhaltigkeitsabteilung der Unternehmerverbände Niedersachsen leitet, gab seine Kandidatur für den JU-Vorsitz am Donnerstagnachmittag in einem Facebook-Video bekannt. In dem mit Klassikklängen unterlegten Clip verkündet der Jurist aus Barsinghausen, dass er an der Spitze der JU „keine One-Man-Show“ abliefern würde. „Wir wollen die neue Mitmach-JU werden“, sagt er über den Dächern Hannovers. Er kündigt schnelle Online-Abstimmungen bei kontroversen Fragen an und verspricht, Klartext zu reden, etwa in Integrationsfragen: „Was ist die Hausordnung in unserem Vaterland?“, spricht Kuban in die Kamera.

Ja, ich möchte Euer Bundesvorsitzender der Junge Union Deutschlands werden! Mit klarem Profil werden wir eine lebendige JU sein, die mit Paul Ziemiak die CDU erneuert und an unsere Perspektive denkt, nicht nur von Wahl zu Wahl! #MitmachJU #ZukunftmitHerz

Gepostet von Tilman Kuban am Donnerstag, 17. Januar 2019

Offen ist allerdings noch, ob Kuban auf dem Sondertreffen der Jungen Union am 16. März der einzige Kandidat für den Vorsitz sein wird. In der Zentrale der Jungen Union heißt es, bisher sei keine weitere Bewerbung eingegangen. Doch Gerüchte, wonach auch der thüringische JU-Vorsitzende Stefan Gruhner kandidieren will, halten sich hartnäckig. Der 34-jährige Gruhner war am Donnerstag nicht zu erreichen. Da Gruhner aufgrund seines Alters den Posten nur für anderthalb Jahre ausüben kann, dürften Kandidaten mit eigenen Karrierewünschen ihn als neuen Vorsitzenden begrüßen.

JU-Chef von NRW sieht seine Chancen auf Landesebene

Der nordrhein-westfälische JU-Chef Florian Braun, der als Chef der mitgliederstärksten JU-Landesverbands auch einen Anspruch auf den Vorsitz anmelden könnte, will sich nach Informationen des RND auf die Landespolitik konzentrieren. Er sehe darin größere Chancen, weil auf Bundesebene mit Ziemiak, Spahn und Linnemann bereits mehrere NRW-Politiker vertreten seien.

Möglich ist nach Angaben aus JU-Kreisen außerdem eine Kandidatur des Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor aus Mecklenburg-Vorpommern. Amthor sitzt erst seit einem Jahr im Bundestag, hat sich aber bereits schnell einen Namen als Innenpolitiker gemacht. Aufgefallen ist er unter anderem durch forsche Repliken auf die AfD. Auf dem JU-Deutschlandtag im vergangenen Herbst hatte sich der betont konservativ auftretende Amthor zum Schatzmeister des Verbands wählen lassen. Seine Chancen auf den JU-Vorsitz gelten allerdings als offen. Amthor gelte als Außenseiter-Kandidat, ist in der JU zu hören. Wenn er kandidiere, sei dies „zu früh und zu schnell“.

Die Junge Union hat bundesweit rund 110.000 Mitglieder – so viele wie keine andere Jugend-Parteiorganisation.

Von Marina Kormbaki und Daniela Vates/RND

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