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Politik Erdogan erwägt Ende des Ausnahmezustandes
Nachrichten Politik Erdogan erwägt Ende des Ausnahmezustandes
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14:32 08.06.2018
Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, strebt eine Wiederwahl bei den Präsidentschaftswahlen am 24. Juni an. Quelle: dpa
Istanbul

In der Türkei herrscht seit dem Putschversuch im Sommer 2016 der Ausnahmezustand. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat nun ein Ende in Aussicht gestellt, allerdings erst nach den Wahlen in gut zwei Wochen. „Nach den Wahlen werden wir (die Gesetzgebung dazu) auf den Tisch legen und überprüfen“, sagte Erdogan in einem Fernsehinterview am Donnerstagabend.

Demnach sagte er weiter, es könne passieren, dass der Ausnahmezustand aufgehoben werde. Diese Dinge dürften nicht zu lange aufgeschoben werden. Vielmehr müssten sie schnell erledigt werden.

Erdogan strebt eine Wiederwahl an

Am 24. Juni finden in der Türkei vorgezogene Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Erdogan, der seit dem Putschversuch vor fast zwei Jahren rigoros gegen Kritiker vorgeht, strebt eine Wiederwahl an.

Nach dem Putschversuch im Juli 2016 hatte Erdogan den Ausnahmezustand verhängt, der bis heute andauert. Seitdem wurden mehr als 50.000 Menschen inhaftiert. Mehr als 150.000 Staatsbedienstete wurden suspendiert oder entlassen. Die türkische Regierung macht den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen für den Putschversuch aus Teilen des Militärs verantwortlich. Gülen weist das zurück.

Von RND/dpa

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