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Politik Fall Magnitz: Ermittler wollen Video des Angriffs veröffentlichen
Nachrichten Politik Fall Magnitz: Ermittler wollen Video des Angriffs veröffentlichen
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10:04 11.01.2019
Frank Magnitz von der AfD. Er wurde kürzlich von Unbekannten attackiert. Quelle: Fabian Sommer/dpa
Bremen

Die Ermittler im Fall Magnitz haben angekündigt, für eine Öffentlichkeitsfahndung Videomaterial ins Internet zu stellen. Gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft werde die Veröffentlichung der Aufnahmen vorbereitet, teilte die Polizei mit. Die erforderliche Anordnung dafür sei am gleichen Tag vom Amtsgericht Bremen erlassen worden. Es müssten noch einige technische Details geklärt werden, hieß es auf Nachfrage. Unklar ist, welche Teile des Tatgeschehens auf den Aufnahmen zu sehen sein werden.

AfD-Chef Jörg Meuthen findet es gut, Aufnahmen des Angriffs auf den Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz zu zeigen. Eine öffentliche Anschauung des vorhandenen Bildmaterials könne „jeder Spekulation die Grundlage entziehen“, sagte Meuthen der „Welt“.

Seine Forderung sei kein Ausdruck von Misstrauen gegen die Polizei, erläuterte Meuthen nach Angaben der Zeitung. Im Raum stehe aber ein Widerspruch. „Nach dem, was Herr Magnitz sagt, hat einer der Bauarbeiter die Aussage gemacht, dass er mit einem Kantholz geschlagen worden sei“, sagte der AfD-Chef. „Die Polizei sagt: Wir haben einen solchen Schlaggegenstand nicht gesehen.“

Widerspruch um Kantholz

Der AfD-Landesparteichef und Bundestagsabgeordnete Magnitz war der Polizei zufolge am Montagabend in Bremen von hinten von einem Mann angesprungen worden. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Partei blieb bei ihrer Darstellung, dass Magnitz mit einem Gegenstand wie einem Kantholz geschlagen worden sei, obwohl das laut Staatsanwaltschaft durch Videoaufnahmen von der Tat widerlegt ist.

Das Kantholz wurde laut AfD von Handwerkern erwähnt, die Magnitz fanden und die Polizei alarmierten. Dass dies so gewesen sein könnte, schloss auch die Staatsanwaltschaft nicht aus. Allerdings hätten die Handwerker mit dem Rücken zum Tatort gestanden. „Sie haben die Tat nicht gesehen“, sagte der Sprecher der Behörde, Frank Passade. Er stellte die Möglichkeit in Aussicht, dass Magnitz als Geschädigter sich das Video anschauen kann.

Kommentar: Ein Fall, der zum Nachdenken zwingt

Von pach/dpa/RND

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