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Politik Flynn will über Russland-Kontakte aussagen
Nachrichten Politik Flynn will über Russland-Kontakte aussagen
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06:42 31.03.2017
Nach weniger als vier Wochen im Amt trat Trumps ehemaliger Sicherheitsberater Michael Flynn zurück. Quelle: AP
Washington

Der frühere Nationale Sicherheitsberater der USA, Michael Flynn, ist zu einer Aussage über angebliche Verbindungen von Gefolgsleuten Donald Trumps mit der russischen Regierung bereit. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ verlangt er für sein Erscheinen vor den Geheimdienstausschüssen des Kongresses Immunität, also einen garantierten Schutz vor Strafverfolgung. Sein Anwalt Robert Kelner deutete an, dass dies zutrifft.

Flynn habe „eine Geschichte zu erzählen, und er will sie sehr gern erzählen, sofern es die Umstände erlauben“, sagte Kelner am Donnerstag. „Kein vernünftiger Mensch, der rechtlich beraten wird, würde sich in einem solch stark politisierten Hexenjagd-Umfeld befragen lassen ohne eine Absicherung gegen unfaire Strafverfolgung“, ergänzte er.

Ein Berater des US-Kongresses bestätigte, dass es im Geheimdienstausschuss des Senats Diskussionen einschließlich des Themas Immunität gegeben habe. Ein Sprecher des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus sagte, Flynn habe bisher nicht angeboten, im Gegenzug für Immunität auszusagen.

FBI überprüft Verbindungen zu Russland

Vier andere Personen im Umkreis des US-Präsidenten Donald Trump haben in den jüngsten Wochen gesagt, dass sie vor den Ausschüssen aussagen würden. Bis Mittwoch hatte allein das Gremium im Senat 20 Personen für Anhörungen angefragt.

Flynns Verbindungen zu Russland wurden bisher vom FBI überprüft. Zudem werden sie im Geheimdienstausschuss des Senats sowie im parallel dazu laufenden Ausschuss im Repräsentantenhaus untersucht. Das FBI ermittelt seit Juli, ob und wie Russland auf den Wahlkampf eingewirkt haben könnte und welche Koordination es dazu möglicherweise mit Menschen aus Trumps Umfeld gab.

Flynn war im Februar als Sicherheitsberater zurückgetreten, weil er noch vor Amtsantritt von US-Präsident Trump mit dem russischen Botschafter Gespräche über Sanktionen geführt und dies verheimlicht hatte. Untersucht wird auch die Rolle von Trumps früherem Wahlkampfmanager Paul Manafort, dem Kontakte nach Russland und in die Ukraine nachgesagt werden.

Von RND/dpa/AP