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Fregatte "Hessen" ist unterwegs

Syrien Fregatte "Hessen" ist unterwegs

Wann der Militärschlag erfolgt, steht noch nicht fest. Bekannt ist aber, dass seit Mittwoch ein großer Verband die Ostküste der USA verlassen hat. Ziel ist das Mittelmeer. Teil dieses Verbandes ist auch die Fregatte "Hessen".

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Die Fregatte "Hessen" bei der Einsatzvorbereitung im vergangenen Jahr in Kiel. Seit dieser Woche ist sie als Teil eines US-Trägerverbandes auf dem Weg ins Mittelmeer.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Für einen eventuellen Militärschlag hat die US Marine bereits ein Kampfschiff in der Nähe der syrischen Küste. Der Zerstörer „Donald Cook“ hat am Montag den Hafen von Larnaca auf Zypern verlassen. An Bord der „Donald Cook“ sind Abschussmöglichkeiten für 96 Flugkörper, darunter auch eine geheime Anzahl von Marschflugkörpern des Typs Tomahawk. Die „Donald Cook“ ist einer von vier Zerstörern der US Navy, die dauerhaft in Europa stationiert sind.

Seit Mittwoch ist zusätzlich ein starker Flugzeugträgerverband auf den Weg von der US Ostküste ins Mittelmeer. Der Verband besteht aus dem Flugzeugträger „Harry S. Truman“, dem Kreuzer „Normandy“ sowie den Zerstörern „Farragut“, „Forest Sherman“, „Bulkeley“, „Arleigh Burke“, „Jason Dunham“ und „The Sullivans“ und der deutschen Fregatte „Hessen“.

Eine Woche Transit-Dauer

Der Kreuzer und die sechs Zerstörer haben Abschussvorrichtungen für über 700 Flugkörper unterschiedlicher Kategorien an Bord. Der Transit bis ins Mittelmeer soll knapp eine Woche dauern.

Die deutsche Fregatte  „Hessen“ ist integrierter Bestandteil der Trägerkampfgruppe, die mehrere Monate zusammen im Einsatzbereich der 6. und 5. US-Flotte im Mittelmeer, Indischen Ozean und dem Persischen Golf eingesetzt werden soll. An Bord der Schiffe sind mehr als 6500 Soldaten.

„Die Soldaten haben sich als ein hochleistungsfähiges Team erwiesen, das bereit ist, jede Mission zu erfüllen, die unsere Nation von ihnen fordert", hatte anlässlich des Auslaufens der Kommandeur der Trägergruppe, US-Konteradmiral Gene Black, gesagt.

Die „Hessen“ ist bei dieser Mission in den US-Verband integriert worden und hat seit Februar auch das Ausbildungsprogramms für den mehrmonatigen Einsatz der „Harry S. Truman“ erfolgreich absolviert. Die 2006 in Dienst gestellte „Hessen“ ist die gegenwärtig modernste deutsche Fregatte. Zu ihrer Bewaffnung gehören jedoch keine Marschflugkörper.

Die Flugzeugträgergruppe „Harry S. Truman“ soll in der Region rund um die Arabische Halbinsel und im Mittelmeer die  Lücke füllen, die der Ende März abgezogene Flugzeugträger „Theodore Roosevelt“ hinterlassen hat.  

Bei ihrem letzten Einsatz 2015 und 2016 hatten die an Bord der „Harry S. Truman“ eingeschifften Flugzeuge bei über 2000 Einsatzflügen über 800 Tonnen Munition im Kampf gegen den IS in Syrien und dem Irak eingesetzt.  

Die deutsche Fregatte hat den Auftrag den US-Trägerverbandes bei Bedrohungen aus der Luft zu verteidigen. Für diesen Auftrag ist die Fregatte auch entsprechend mit Flugkörpern bewaffnet. Die „Hessen“ hatte sich seit dem vergangenen Sommer  auf diesen Einsatz vorbereitet und war am 15. Januar von Wilhelmshaven ausgelaufen.  

In der Region hat die US Marine seit Ende März auch das große Angriffs-U-Boot „Florida“, zu dessen Bewaffnung bis zu 154 Marschflugkörper gehören. Das 170 Meter lange U-Boot verfügt über einen Atom-Antrieb und ist speziell für den Einsatz von Marschflugkörpern vorgesehen. 

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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