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Freidemokratin Suding: Frauenquote ist Symbolpolitik

Gesellschaft Freidemokratin Suding: Frauenquote ist Symbolpolitik

Die Vorsitzende der Hamburger FDP-Bürgerschaftsfraktion, Katja Suding, hält den Bundesratsbeschluss zu Frauenquoten in Aufsichtsräten für bloße Symbolpolitik.

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Katja Suding, Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft.

Quelle: Angelika Warmuth

Hamburg. "Wenn Quoten wirklich etwas erreichen sollen, müsste man deutlich früher damit anfangen", sagte Suding in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. "Der Berufsweg beginnt auch bei Frauen ja deutlich vor dem Aufsichtsrat."

Doch unabhängig davon spricht sich Suding deutlich gegen Frauenquoten aus. "Das Vorschreiben von irgendwelchen Quoten ist ein massiver Eingriff in die Vertragsfreiheit von Unternehmen. Das darf Politik nicht."

Am vergangenen Freitag hatte sich eine breite Länderkoalition für eine SPD-Initiative zur Frauenquote ausgesprochen, unter Einschluss auch CDU-geführter Länder. Von 2018 an sollen 20 Prozent der Aufsichtsratsmitglieder großer börsennotierter Unternehmen Frauen sein, fünf Jahre später 40 Prozent liegen. "Ich gehe aber ohnehin davon aus, dass das im Bundestag wieder gestoppt wird", sagte Suding.

Ihrer Ansicht nach wird es wegen der demografischen Entwicklung in Deutschland ohnehin bald mehr Frauen in Führungspositionen geben. "Frauen arbeiten derzeit oft in Teilzeit, obwohl sie gerne mehr arbeiten würden." Aufgrund des Fachkräftemangels würden Unternehmen bald nicht mehr umhinkommen, diese Frauen stärker einzubeziehen. "Da besteht viel Potenzial."

Statt einer Quote müsse die Politik es Frauen erleichtern, Beruf und Familie zu vereinbaren. "Dafür ist eine bezahlbare und flächendeckende Kinderbetreuung nötig."

dpa

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