Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Politik Gauck würdigt Herzog als „Geschenk für unser Land“
Nachrichten Politik Gauck würdigt Herzog als „Geschenk für unser Land“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:08 24.01.2017
Bundespräsident Joachim Gauck und Lebensgefährtin Daniela Schadt beim Staatsakt für den verstorbenen, ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog. Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

Bundespräsident Joachim Gauck hat den früheren Bundespräsidenten Roman Herzog als moralisches Vorbild und „Geschenk für unser Land“ gewürdigt.

„Wir verneigen uns vor einem Bundespräsidenten, dessen Vermächtnis in Wort und Tat ein Schatz für unser Land ist“, sagte Gauck am Dienstag laut vorab verbreitetem Redemanuskript bei einem Staatsakt für Herzog, der am 10. Januar im Alter von 82 Jahren gestorben war.

Beisetzung am Freitag

„Es hat uns Deutschen gutgetan, dass mit ihm jemand Bundespräsident war, dem jeder Pomp, jeder Überschwang, auch jede devote Staats- und Autoritätsgläubigkeit so erkennbar fremd waren.“

Der Sarg des verstorbenen, ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog beim Staatsakt im Dom in Berlin. Quelle: POOL AP

Vor den anderen Spitzen von Staat und Gesellschaft erinnerte Gauck im Berliner Dom an Herzogs bürgernahe Amtszeit. Dem gebürtigen Bayern sei besonders daran gelegen gewesen, „uns allen Mut zu machen, neue Wege zu gehen“.

Beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus habe Herzogs „intellektuell unbestechliche und gleichzeitig moralisch gerechte Weise zu denken und zu sprechen“ zu Besinnung und Verständigung beigetragen.

Zur Galerie
Bei der Wahl zum Bundespräsidenten 1994 galt Roman Herzog als zweite Wahl. In fünf Jahren überzeugte der ehemalige Verfassungsrichter. Nun ist Roman Herzog gestorben.

Neben Gauck sollten bei dem Staatsakt unter anderem der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, und EU-Ratspräsident Donald Tusk sprechen.

Herzog soll am Freitag im baden-württembergischen Schöntal beigesetzt werden. Er war von 1994 bis 1999 Bundespräsident. In seiner Amtszeit hatte Herzog immer wieder vor Reformmüdigkeit gewarnt. Besonders in Erinnerung blieb seine Rede von 1997 mit dem zentralen Satz: „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen.“

Von dpa/RND/zys

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Europa ist in letzter Zeit immer mehr in Schieflage geraten. Jetzt tritt das Auswärtige Amt mit Bürgern in den Dialog und will wissen, wie sich die Menschen die Zukunft Europas vorstellen. Dazu gibt es am Dienstag in Kiel eine Diskussion mit dem Sprecher von Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Martin Schäfer.

Florian Hanauer 24.01.2017

Die Bundesregierung und das Bundeskriminalamt (BKA) warnen laut einem Medienbericht vor möglichen Terroranschlägen mit Chemiewaffen. Als „realistische Option“ sollen demnach Anschläge auf die Trinkwasserversorgung von Wohnblöcken gelten.

24.01.2017

Der neue US-Verteidigungsminister James Mattis hat sich explizit hinter die Nato gestellt. Bereits am ersten Tag seiner Amtszeit widerspricht Mattis damit Donald Trump. Der neue US-Präsident hatte die Nato in der Vergangenheit als obsolet bezeichnet.

24.01.2017
Anzeige