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Gerede oder Dialog beim Bildungsgipfel?

Schleswig-Holstein Gerede oder Dialog beim Bildungsgipfel?

Stunde der Wahrheit: Am Sonnabend treffen rund 130 Bildungsakteure aus dem Norden beim großen Bildungsgipfel von Ministerin Wende aufeinander. Die Konferenz ist offiziell gedacht, um im Dialog einen Konsens für die Schulpolitik zu finden. Aber vorab gab es jede Menge Krach.

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Quelle: dpa

Kiel. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Waltraud Wende (parteilos) hat für Sonnabend zum großen Bildungsgipfel nach Kiel eingeladen. Erwartet werden rund 130 Teilnehmer, darunter Vertreter von Parteien, Elternverbänden sowie Fachleute. Wende versteht die Konferenz als Auftakt zu einem Dialog. «Er ist ein wichtiger Baustein für den Erfolg von Bildungspolitik», findet die Ministerin. Ihr erklärtes Ziel ist, einen möglichst breiten Konsens über die künftige Gestaltung der Schullandschaft im Norden zu finden. Die Ergebnisse sollen in ein neues Schulgesetz einfließen. Aber schon im Vorfeld der Konferenz gab es jede Menge Krach. Allein die Auswahl der Gäste stieß auf Kritik.

Vertreter der Opposition warfen der Ministerin vor, es handele sich bei dem Bildungsgipfel nur um eine «Verkündungsmesse für die schulpolitischen Weisheiten der Dänen-Ampel». Ein ergebnisoffener Dialog sei nicht zu erwarten. Wende solle das Treffen absagen, hieß es etwa von der FDP-Landtagsfraktion. Der CDU-Landesvorsitzende Jost de Jager kritisierte am Vortag: «Viele wichtige Fragen werden überhaupt nicht behandelt.» Zu den Themen, die nach Ansicht der Opposition auf der Agenda fehlen, gehört zum Beispiel die umstrittene Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 für Gymnasien. Wende lehnt dies ab.

In vier Workshops sollen die Gäste der Konferenz diskutieren: etwa wie Übergänge von Kita in Grundschule und dann in weiterführende Schulen besser gelingen können, über Ausbildungsinhalte für künftige Lehrer mit Blick auf ein zweigliedriges Schulsystem mit Gymnasium und Gemeinschaftsschule und auch über eine Neuorganisation von G8, die Schülern gerechter werde.

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