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Politik Göring-Eckardt für „Stolz auf Grundwerte des Landes“
Nachrichten Politik Göring-Eckardt für „Stolz auf Grundwerte des Landes“
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17:00 06.07.2018
Die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt. Quelle: imago
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Berlin

„,Einigkeit und Recht und Freiheit’ – das muss man in diesen Zeiten wieder betonen und öffentlich einfordern“, sagte Göring-Eckardt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Die AfD, aber auch CSU-Politiker wie Markus Söder und Alexander Dobrindt wollen Deutschland isolieren und unsere Gesellschaft in Gruppen gegeneinander aufstellen. Da ist Verfassungspatriotismus das Gebot der Stunde“, sagte die Grünen-Politikerin. Es gehe ihr dabei um „Stolz auf die Grundwerte unseres Landes“, sagte sie dem RND. Als Nebenwirkung des Asylstreits sieht Göring-Eckhardt auf absehbare Zeit keine Perspektive für eine schwarz-grüne Koalition.

„Die CSU-Männer eskalieren weiter“

„Die Konservativen sind nicht mehr konservativ, und zuverlässig sind sie auch nicht mehr“, sagte Göring-Eckardt dem RND. „Für eine gemeinsame Politik mit den Herren Dobrindt, Söder und Seehofer fehlt mir die Fantasie.“ Die CSU-Politiker hätten „keine Kontrolle mehr“ über ihre Politik. „Sie reden von Kontrollverlust – dabei haben sie die Angst vor dem Kontrollverlust des Staates verstärkt und am Ende auch die Kontrolle über ihr eigenes Handeln verloren“, so Göring-Eckardt. „Die CSU-Männer eskalieren weiter, daran wird auch ihr Kompromiss in der Asylpolitik nichts ändern“, sagte die Grünen-Politikerin.

Politikerin fordert außerdem Wasserschutzprogramm

Im Interview mit dem RND forderte Göring-Eckhardt zudem ein Maßnahmenpaket zum Schutz von Trinkwasser. Die Trinkwasserqualität sei in Gefahr. „In unserem Wasser sind Antibiotika und Nitrate aus der Tiermast sowie Mikroplastik aus Kosmetika“, beklagte Göring-Eckardt und forderte ein „Wasserschutzprogramm“: „Der Einsatz von Mikroplastik in Kosmetika gehört verboten, der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast muss reduziert werden. Reserveantibiotika müssen dabei völlig tabu sein“, so die Grünen-Politikerin. „Und statt die Produktion von Kunststoffen zu subventionieren, braucht es eine Steuer auf Wegwerfprodukte aus Plastik“, forderte Göring-Eckardt.

Von RND

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