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Politik Gröhe warnt vor staatlicher Suizidhilfe
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00:00 18.03.2017
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Quelle: dpa
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Berlin

Im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) zum Start der „RND-Gesundheitswoche“ sagte Gröhe, der Bundestag habe sich mit deutlicher Mehrheit darauf verständigt, „dass Selbsttötung und auch die individuelle Beihilfe dazu weiter straffrei bleibt“. Gleichzeitig habe das Parlament geschäftsmäßige und organisierte Selbsttötungshilfe untersagt. „Ich bin sicher, dass das Bundesverfassungsgericht dies bestätigt“, zeigte sich Gröhe überzeugt. Das Leipziger Bundesverwaltungsgericht hatte Anfang März entschieden, dass Zugang zu einem tödlichen Medikament haben dürfe, wer unheilbar krank sei, unerträglich leide und frei entscheide, sein Leben zu beenden.

Eine staatliche Behörde wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, die die unerträgliche Leidenssituation und die Ernsthaftigkeit des Sterbewillens prüfen soll, „darf nicht zum Handlanger der Beihilfe zur Selbsttötung werden“, kritisierte Gröhe. Das untergrabe jedes Bemühen, Selbsttötung durch Hilfe und Beratung zu verhindern. „Ganz abgesehen davon ist fraglich, wie eine staatliche Arzneimittel-Zulassungsbehörde die Prüfung einer unerträglichen Leidenssituation und der Ernsthaftigkeit des Sterbewillens überhaupt leisten soll.“

Von RND

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