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Politik Hamburger gedenken der Opfer der Luftangriffe vor 70 Jahren
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16:15 04.08.2013
Scholz: Erinnerung muss erhalten bleiben. Quelle: dpa/Archiv
Hamburg

"Für viele ist die Erinnerung an diese schrecklichen Julitage 1943 enorm präsent und prägend. Sie löst bis heute tiefgreifende Erschütterung aus", sagte die Bischöfin im Sprengel Hamburg und Lübeck, Kirsten Fehrs. "Die Schilderungen der Überlebenden sind wie ein lebendiges Mahnmal: Nie wieder Krieg."

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) dankte bei der zentralen Gedenkveranstaltung von Bürgerschaft und Senat in der Hauptkirche St. Katharinen den Zeitzeugen, "die vor 70 Jahren die Bombennächte in Hamburg erlitten haben" und nicht nur ihren Kindern und Enkeln, sondern "uns allen" immer wieder von den schlimmen Erlebnissen berichtet haben. "Es ist an uns, die Erinnerung weiterzutragen", sagte er laut Redemanuskript, "damit sich ein solches Gräuel nicht in dieser, und in keiner anderen Form wiederholen kann".

Bei der "Operation Gomorrha" vom 24. Juli bis 3. August 1943 hatten die Alliierten große Teile Hamburgs in Schutt und Asche gelegt. Ziel war es nach den Worten des damaligen britischen Premierministers Winston Churchill, die Moral der Deutschen zu brechen und so das Ende von Hitler-Deutschland zu beschleunigen. Der schlimmste Luftangriff, genannt Feuersturm, ereignete sich in der Nacht vom 27. auf den 28. Juli.

Nach der Gedenkfeier wollten die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft Carola Veit und Scholz an der Ruine der durch Bomben zerstörten Kirche St. Nikolai einen Kranz niederlegen. Die Kirchenruine ist heute zentraler Erinnerungsort und Gedenkstätte. Dort öffnet am 1. September eine große Dauerausstellung über die verheerenden Bombenangriffe.

dpa

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