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17:26 24.09.2018
Wassertourismus in Brandenburg: In ganz Deutschland entscheiden sich immer mehr Hobbykapitäne für den Sportbootführerschein. Quelle: ZB
Berlin

In Deutschland werden immer mehr Sportbootführerscheine erteilt – für Motorboote auf Binnengewässern sowie auf See im küstennahen Bereich. Das geht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Im Jahr 2008 wurden demnach 62.444 Sportbootführerscheine – „SbF-Binnen“ und „SbF-See“ ausgestellt. 2016 waren es bereits 90.638. Seit 2017 gibt es nur noch einen Sportbootführerschein, der die beiden bisherigen zusammenfasst. Dazu liegen laut Ministerium allerdings noch keine Angaben vor.

Die Zahl der Sanktionen wegen Verstößen ist vergleichsweise gering. „Im Zeitraum 1. Januar 2017 bis 13. September 2018 wurden im Bereich der Seeschifffahrtsstraßen 22 Sportführerscheine entzogen. 15 wegen Alkoholverstoßes, drei wegen körperlicher Untauglichkeit, zwei wegen Unzuverlässigkeit und zwei wegen Drogeneinflusses“, heißt es in der Ministeriumsantwort. Im Bereich der Binnenschifffahrtsstraßen ist demnach im Jahr 2017 ein Führerschein wegen Alkohol am Steuer entzogen worden, 2018 bislang noch keiner.

Seit 2012 können Motorboote mit weniger als 15 PS ohne Führerschein geführt werden. „Ein Einfluss der Anhebung der Führerscheinfreigrenze auf das Unfallgeschehen oder die begangenen Ordnungswidrigkeiten konnte nicht festgestellt werden“, so das Ministerium.

FDP-Experte Bernd Reuther sagte dem RND, die Liberalisierung des Sportbootführerscheins sei ein voller Erfolg. „Mehr und mehr Menschen entscheiden sich für den Sportbootführerschein“, so der Bundestagsabgeordnete. „Unfälle werden in erster Linie durch Alkoholmissbrauch verursacht. Das gilt es konsequent zu ahnden.“

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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