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Politik Iran weist Mursis Syrien-Kritik zurück
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13:36 31.08.2012
Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi ruft zur Hilfe für die syrischen Rebellen auf. Quelle: How Hwee Young/Archiv

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Mursi hatte die iranische Führung am Donnerstag brüskiert, indem er bei der Eröffnung des Blockfreien-Gipfels in Teheran die Unterstützung der Revolution in Syrien "eine moralische Pflicht sowie eine politische und strategische Notwendigkeit" nannte. Die syrische Delegation verließ während der Rede den Saal. Mursi habe in seiner Funktion als Vorsitzender des Blockfreien-Gipfels die Position Ägyptens zur Sprache gebracht, dies sei ein "großer Fehler" gewesen, sagte Scheicholeslam.

Kommentatoren in Ägypten lobten dagegen Mursi wegen seines Eintretens für die Aufständischen gegen das Regime von Baschar al-Assad. "Wirksame Solidarität mit der syrischen Revolution ist eine Pflicht für Ägypten", meinte der links-liberale Politologe Amr Hamzawy. "Auf die, die Assads Diktatur unterstützen, sollten wir Druck ausüben."

Der Iran gilt als der stärkste Unterstützer Syriens in der Region. Mursi kommt aus der islamistischen Muslimbruderschaft, deren syrischer Zweig den Aufstand gegen das Assad-Regime entscheidend mitträgt. Er ist der erste ägyptische Präsident, der seit der Islamischen Revolution von 1979 den Iran besucht. Die beiden Staaten unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Der Blockfreien-Gipfel sollte am Freitag zu Ende gehen. Der Iran übernimmt von Ägypten für drei Jahre den Vorsitz der Bewegung.

dpa

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