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Iranisches Atomprogramm: IAEA "frustriert" über Verhandlungen

Atom Iranisches Atomprogramm: IAEA "frustriert" über Verhandlungen

Die stagnierenden Verhandlungen im Atomstreit mit dem Iran frustrieren die Atomwächter in Wien.Trotz verstärkter Gespräche mit dem islamischen Land und der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA seit Januar gebe es bisher keine konkreten Ergebnisse, sagte IAEA-Chef Yukiya Amano zum Auftakt des Gouverneursrates in Wien.

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Die Internationale Atomenergie Agentur in Wien.

Quelle: Roland Schlager/Archiv

Wien. n. Er verurteilte die fehlende iranische Kooperation in ungewöhnlich harten Worten: "Dies ist frustrierend, weil wir ohne das volle iranische Engagement nicht mit der Klärung aller offenen Fragen beginnen können. Dazu gehören mögliche militärische Dimensionen des Atomprogramms."

Viele Länder sind sich inzwischen sicher, dass der Iran unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Atomenergie Nuklearwaffen antrebt. Ein in der vergangenen Woche vorgelegter Iran-Bericht hatte die Sorgen erneut verstärkt. Während Teheran immer mehr angereichertes Uran anhäuft, kooperiert es seit Jahren nicht ausreichend mit der IAEA. Aktuell machen den Atomwächtern Aufräumarbeiten in der Militäranlage Parchin Sorgen, in der es den Vermutungen nach Tests für den Bau von Atomwaffen gab. Angesichts der verhärteten Fronten im Atomstreit wächst die Sorge vor einem Angriff Israels auf iranische Anlagen.

Amano forderte erneut sofortigen Zugang seiner Inspekteure zu Parchin, um den Verdacht aufzuklären. Auch insgesamt forderte er endlich greifbare Ergebnisse im Atomstreit. "Wir halten es für essenziell, dass sich der Iran ohne jede weitere Verzögerung mit uns über die Grundlage unserer Sorgen auseinandersetzt."

Westliche Länder wollen bei dem einwöchigen Treffen des aus 35 Staaten bestehenden IAEA-Leitungsgremiums den Druck auf den Iran weiter erhöhen. Unter anderem die USA und Deutschland wollen mit einem starken Signal das Verhalten des islamischen Landes verurteilen, hieß es aus diplomatischen Kreisen in Wien. Dies könne bis zu einer Resolution reichen, die Teheran erneut an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verweist. Ob sich eine Mehrheit dafür finden lässt, gilt jedoch als unklar. Vor allem die Weltmächte Russland und China müssten noch überzeugt werden, hieß es.

dpa

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