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Politik Italien: Flüchtlingstrom verschärft Debatte über Migrationspolitik
Nachrichten Politik Italien: Flüchtlingstrom verschärft Debatte über Migrationspolitik
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13:00 20.08.2013
Täglich legen Boote mit Flüchtlingen in Nordafrika ab. Der erneute Zustrom hat zu überfüllten Aufnahmezentren geführt. Quelle: Orietta Scardino/Symbolbild
Palermo/Rom

Sie waren mit drei Booten über das Mittelmeer nach Europa gekommen.

Der ständige Zustrom von Flüchtlingen hat in Italien die Diskussion über die Migrationspolitik wieder verschärft.

Ein Boot mit 336 Flüchtlingen aus Eritrea, darunter 64 Frauen, wurde in der Nacht von Italiens Küstenwache vor Porto Empedocle in Sizilien gesichtet und an Land begleitet. An der Ostküste der Insel kam ein Boot mit 67 Migranten an, die angaben, aus Syrien und aus Pakistan zu stammen. Vor der Insel Lampedusa schließlich half ein Marineschiff 233 Flüchtlingen in prekärer Verfassung. Das berichtete die Nachrichtenagentur Ansa. Auch sie wurden nach Sizilien gebracht.

Der seit Wochen andauernde Migrantenzustrom sorgt für übervolle Aufnahmezentren und "Migrantenhotels". In Kalabrien wurde eine solche Unterbringung am Montag geschlossen, weil sie von Migranten wegen eines Todesfalls in ihren Reihen verwüstet worden war. Viele Flüchtlinge entkommen, bevor sie in ihre Länder zurückgebracht werden können, sofern ihre Asylanträge nicht bewilligt wurden. Italiens Integrationsministerin Cécile Kyenge will die Einwanderungsgesetze lockern, was jedoch von konservativen Politikern abgelehnt wird.

dpa

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