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Politik Marine muss Korvette aus Nato-Verband abziehen
Nachrichten Politik Marine muss Korvette aus Nato-Verband abziehen
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12:56 06.06.2018
Von Frank Behling
Die Korvette "Erfurt" muss ins Dock. Quelle: Frank Behling
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Kiel/Wilhelmshaven

Die Korvette "Erfurt" hat bei einem Ostsee-Manöver Grund berührt und muss nun genauer in einem Dock untersucht werden, so das Marinekommando gegenüber KN-online. Doch genau hier liegt das Problem. Da die Bundeswehr das Marinearsenal Kiel geschlossen und das große Dock nach Wilhelmshaven verlegt hat, muss die Korvette nun bei der Nato abgemeldet und von der Ostsee an die Nordsee gebracht werden. Bis zur Untersuchung liegt das Schiff im Heimathafen Warnemünde in Warteposition. 

In der Ostsee stehen gegenwärtig auch bei zivilen Werften fast keine geeigneten Dockplätze für die Korvette "Erfurt" zur Verfügung. Das einzige Reparatur-Schwimmdock bei der Lindenau-Werft in Kiel ist bis Juli mit einem Marineschiffen belegt. Die beiden Trockendocks bei der Kieler Werft TKMS sind ebenfalls bis Ende des Monats mit einer algerischen Fregatte und einem portugiesischen U-Boot ausgelastet. 

Korvette "Erfurt" sollte an Baltops 2018 teilnehmen

Die Korvette „Erfurt“ ist 89 Meter lang und verdrängt 1840 Tonnen. Seit Januar war das Schiff als ständiger Teil des Nato-Einsatzverbandes 1 in der Ostsee abgestellt. In dieser Rolle hat das Schiff einige Manöver absolviert und soll jetzt an dem US-Seemanöver Baltops 2018 teilnehmen. Für den Nato-Verband hätte die Deutsche Marine ursprünglich auch den Tanker „Rhön“ stellen sollen. Der Tanker ist jedoch durch einen Maschinenschaden ausgefallen und liegt ebenfalls in Wilhelmshaven. 

Wie lange die Untersuchung der „Erfurt“ und gegebenenfalls die Reparatur der Propeller dauern wird, steht laut Marinekommando noch nicht fest. Der geplante Besuch zur Kieler Woche wurde bereits gestrichen. Auch in der zweiten Jahreshälfte stehen keine weiteren Vorhaben für das Schiff an. 

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