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Politik Deutsche Marine weiter ohne U-Boote
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10:00 12.12.2017
Von Frank Behling
Pflaster für ein U-Boot: „U 35“ fällt nach einer Grundberührung in Norwegen aus. Das defekte Ruderblatt am Heck wurde bei TKMS in Kiel abgebaut. Quelle: Frank Behling
Kiel

Frühestens im Sommer kommenden Jahres könnte das erste U-Boot wieder fahrbereit sein. Sicher ist auch das nicht. Scharfe Kritik an der Lage äußert der Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels (SPD): „Für die Nachwuchswerbung ist das eine Katastrophe.“ Die Marine bestätigte die Probleme. Tatsächlich herrscht aufgrund von Sparmaßnahmen in allen Bereichen ein Mangel an Ersatzteilen. Für die U-Boote hat dies spürbare Folgen für das kommende Jahr. Die Marine muss die Teilnahme an einem Manöver mit einem U-Boot vor Südengland im März absagen. Und auch die Ausbildung von Wachoffizieren und Besatzungen in See ruht seit Monaten.

Zuletzt war die erst zwei Jahre alte „U 35“ im Oktober bei einer Ausbildungsfahrt für zukünftige Wachoffiziere vor Kristiansund mit einem Felsen kollidiert. Eines der vier Ruderblätter wurde verbogen, konnte aber im November in der Kieler Werft TKMS ausgebaut werden. Nach Informationen unserer Zeitung war jedoch kein Ersatz für das Ruderblatt zu bekommen. Es muss jetzt neu angefertigt werden. Bartels: „Es müssen wieder genügend Ersatzteile auf Vorrat beschafft werden. Das bedeutet zwar höhere Preise, aber zugleich auch ehrliche Preise."

An der Kieler Werft soll es nicht liegen. „Gemeinsam mit dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr arbeiten wir mit Hochdruck daran, die Wartungs- und Reparaturmaßnahmen so schnell wie möglich abzuschließen“, so ein Werft-Sprecher.

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