Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Politik Kiel plant Linksfahrgebot für Dieselfahrer
Nachrichten Politik Kiel plant Linksfahrgebot für Dieselfahrer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:36 18.12.2018
Autos und Lastwagen fahren auf dem Theodor-Heuss-Ring. Hier plant die Stadt Kiel ein Linksfahrgebot für Dieselfahrer. Quelle: Carsten Rehder/dpa
Kiel

Das geht aus dem mit Spannung erwarteten Luftreinhaltekonzept hervor, das die Stadt am Montagabend dem Umweltministerium von Schleswig-Holstein vorgelegt hat. „Wir wollen so die Stickoxidwerte am Theodor-Heuss-Ring bis 2021 im Jahresdurchschnitt unter den zulässigen Grenzwert senken“, sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. „Ich bin überzeugt, dass dies ein besserer Weg ist als ein Fahrverbot.“

Sämtliche Diesel-Fahrzeuge, die in Richtung Eckernförde unterwegs sind, sollen nach dem Plan der Stadt künftig vor dem Theodor-Heuss-Ring von der rechten auf die linke Spur wechseln. Der zusätzliche Abstand zu den Wohnhäusern würde helfen, dort die Stickoxidbelastung zu senken.

Nun ist das Umweltministerium in Kiel am Zug

Die Vorschläge der Landeshauptstadt werden nun vom Landesumweltministerium in den nächsten Wochen bewertet. Sie sollen in den Entwurf des offiziellen Luftreinhalteplans eingearbeitet werden, der im Laufe des nächsten Jahres in Kraft treten soll. Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) hatte in den vergangenen Wochen mehrfach betont, dass er ein Fahrverbot unbedingt vermeiden wolle – es aber auch nicht ausschließen könne, falls das Konzept der Stadt nach Ansicht des Landes nicht ausreicht. Am Kieler Theodor-Heuss-Ring werden seit Jahren die Grenzwerte für Schadstoffemissionen zum Teil deutlich überschritten. „Ich begrüße es, dass die Stadt uns nun ihr Maßnahmenpaket übersandt hat“, sagte Albrecht am Montagabend.

Tempo-50-Zone am Theodor-Heuss-Ring

Herzstück des städtischen Papiers ist ein sogenanntes Zehn-Punkte-Maßnahmenpaket, von dem erste Schritte bereits in den nächsten Osterferien umgesetzt werden könnten. „Den größten kurzfristigen Effekt versprechen wir uns davon, den Verkehr zu verflüssigen“, sagte Kämpfer. So gebe es weniger „Stop-and-go“. Dazu soll unter anderem eine Tempo-50-Zone am Theodor-Heuss-Ring beitragen. Bisher ist dort Tempo 70 erlaubt. Die Tempo-Vorschrift soll mit zusätzlichen Blitzanlagen überwacht werden.

Von Kristian Blasel/KN/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Als Konsequenz auf rechtsextreme Netzwerke in der Polizei will Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier Messengerdienste wie Whatsapp umfassender als bislang erlaubt ausspähen.

18.12.2018

Die schwarz-rote Bundesregierung hat sich auf letzte Details beim umstrittenen Gesetzentwurf zur Zuwanderung von Fachkräften geeinigt.

18.12.2018

Noch gut 100 Tage bis zum Brexit und kein Abkommen in Sicht - was tun? Die Regierung rät Unternehmen, sich vorzubereiten, die Handelskammer senkt ihre Wachstumsprognose. Und auch das Militär steht bereit.

18.12.2018