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Politik Kneissl möchte Beziehung zu Türkei retten
Nachrichten Politik Kneissl möchte Beziehung zu Türkei retten
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11:05 11.01.2018
Außenministerin Karin Kneissl überraschte den türkischen Außenminister Melvüt Cavusoglu mit einer Einladung nach Wien. Quelle: APA
Ankara

Ein Ende der angespannten bilateralen Beziehungen zwischen der Türkei und Österreich ist in Sicht: Die österreichische Außenministerin Karin Kneissl will nach Angaben ihres türkischen Kollegen Mevlüt Cavusoglu die Situation normalisieren. Kneissl, die am 25. Januar in der Türkei erwartet wird, habe ihn zu einem Gegenbesuch nach Wien eingeladen, sagte Cavusoglu bei einem Treffen mit deutschen Journalisten in Ankara. Sie habe ihm zugesichert, dass er dabei „ohne jedes Hindernis“ mit türkischen Landsleuten zusammentreffen könne.

Auftrittsverbote für türkische Regierungsmitglieder

Erst im vergangenen Jahr sorgten Auftrittsverbote für türkische Regierungsmitglieder unter anderem in Österreich und Deutschland für Streit. Kneissl zeigte sich nun aber offen und habe ihn außerdem dazu eingeladen, bei seinem Besuch „etwas zu tun, um das osmanische Erbe im Land zu fördern“.

Cavusoglu sagte, er sei über den Anruf Kneissls unmittelbar nach deren Amtsantritt überrascht gewesen. Die Ministerin, die in der Vergangenheit Zeit in der Türkei verbracht habe, wünschte ihm zur Begrüßung auf Türkisch einen guten Abend. Im Gespräch zeigte sich Cavusoglu kooperativ: „Ich bin bereit dazu, die Beziehungen zu normalisieren, wenn Sie auch dazu bereit sind.“

Kanzler ist gegen EU-Beitritt der Türkei

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist gegen einen EU-Beitritt der Türkei. Die Ablehnung der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei ist auch im Koalitions-Pakt der konservativen ÖVP und der rechtspopulistischen FPÖ festgehalten. Kneissl wurde von der FPÖ für das Amt nominiert, gehört der Partei aber nicht an.

Die Türkei hatte den den Koalitionsvertrag im Dezember scharf kritisiert und die Forderung nach einem Abbruch der Verhandlungen als „unglücklich und kurzsichtig“ bezeichnet. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte Ende Dezember erklärt, dass der Türkei an guten Beziehungen zu europäischen Ländern gelegen sei.

Von RND/lf/dpa

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