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Politik Kritik an Befragung: Senatoren nicht gut informiert
Nachrichten Politik Kritik an Befragung: Senatoren nicht gut informiert
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14:43 11.04.2018
Demonstranten bei der Befragung von Facebook-Chef Zuckerberg Quelle: imago/ZUMA Press
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Washington

An der Börse fiel die Reaktionen auf die Befragung von Mark Zuckerberg vor dem US-Kongress am Dienstag positiv aus. Die Aktie des Konzerns legte im Tagesverlauf 4,5 Prozent zu. In einigen US-Medien und auf Twitter fielen die Reaktionen allerdings zurückhaltender aus. Vor allem die Eignung der Senatoren wurde dabei in Frage gestellt.

Die „USA Today“ etwa berichtet, dass die ausführenden Senatoren unter anderem von Facebooks „Political Action Commitee“ (PAC) profitieren würden. Indem man „Kandidaten unterstützt, die den Wert der Innovation schätzen“ wolle man den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, dass ihre Stimmen im politischen Prozess gehört werden, sagte Facebook-Sprecher Andrew Noyes. Das PAC vertritt seit 2011 die Interessen des Unternehmens in der Politik und fördert die Kampagnen von Demokraten und Republikaner auch finanziell.

Laut Informationen des „Center for Responsive Politics“ erhielten Mitglieder des Senatskomitees, das die Regulatorien für Internetunternehmen festsetzt und die Befragung durchführte, seit 2007 rund 381.000 Dollar (rund 308.000 Euro) Spenden und damit mehr als andere.

Twitter-Stimmen kritisierten hingegen das fehlende technische Know-How der Senatoren. Einer von ihnen fragte zum Beispiel, wie sich das Online-Netzwerk finanziere. „Senator, bei uns gibt es Werbung“, antwortete Zuckerberg entgeistert.

„Mark Zuckerberg durchlebt gerade den Alptraum eines jeden jungen Menschen: Er versucht den Älteren der Nation zu erklären, wie Technik funktioniert“, kommentierte der Journalist Robby Soave. „Es wäre cool zu sehen, wie Zuckerberg von Leuten befragt wird, die wissen, wie Facebook funktioniert“, schrieb Daniel Pfeiffer, einstiger Kommunikationsberater von US-Präsident Barack Obama.

Alexandra Petri, Kolumnisten der „Washington Post“ amüsierte sich über den fehlende Nachdruck seitens der Senatoren.

Von RND/Mila Krull

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