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Politik „Guck mal, mein Auto!“
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06:48 31.07.2018
Präsident Donald Trump zeigt Kim Jong Un sein Auto, den Cadillac „The Beast“ Quelle: AP
Singapur

Historisch und symbolträchtig: Die Bilder vom Nordkorea-Gipfel in Singapur gehen um die Welt. Unerwartet haben Donald Trump und Kim Jong Un eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet. Auch am Rande des Hauptgeschehens sorgte das Treffens für einige Überraschungen.

Speiseplan

Auf dem Menü steht unter anderem eingelegte Rippchen vom Rind in Rotweinsauce mit gedünstetem Brokkoli und Kartoffelgratin. Zudem sind als Hauptspeise süß-saures Schweinefleisch mit gebratenem Reis sowie Kabeljau mit asiatischem Gemüse im Angebot.

Ein Blick ins „Beast“

Nach dem Arbeitsessen in Zehner-Runde nahm sich Trump die Zeit und zeigte Kim seinen präsidialen Cadillac One. Der Wagen, auch „The Beast“ genannt, wurde zusammen mit dem Secret Service entwickelt und erfüllt die höchsten Sicherheitsstandards. Eine gemeinsame Fahrt der beiden blieb jedoch aus.

Gedenkmedaille

Die Gedenkmedaillen für das Gipfeltreffen fanden im Vorfeld – trotz zwischenzeitiger Absage – reißenden Absatz. Die Medaille wurde im Andenkenladen des Weißen Hauses verkauft. Nachdem Trump den Gipfel zunächst absagte, sank der Preis der Andenken von 24,95 Dollar auf 19,95 Dollar. Die meisten Kunden hätten angegeben, „dieses Erbstück der politischen Geschichte“ in jedem Fall haben zu wollen.

Denkwürdige Zitate

Nicht nur die Gesten waren für die Ewigkeit. „Viele Leute in der Welt werden dies für eine Art Fantasie halten, aus einem Science-Fiction-Film“, sagte Kim. „Bekommt jeder ein gutes Bild? Also, sehen wir freundlich, attraktiv und dünn aus?“ fragte Trump die Journalisten.

Gipfel-Wasser

Perfekt vorbereitet: Die Konterfeis von Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un sind auf Wasserflaschenetiketten abgebildet, die im Pressezentrum für Journalisten bereit stehen. Das Treffen der beiden Regierungschefs findet ein großes Medienecho.

Die Wasserflaschen, die im Pressezentrum für Journalisten bereit stehen. Quelle: dpa

Ein Basketball-Star im Freudentaumel

US-Basketballstar Dennis Rodman ist aus Freude über das historische Gipfeltreffen während eines CNN-Interviews in Tränen ausgebrochen. „Es ist ein großartiger Tag“, sagte Rodman.

Dennis Rodman kommt anlässlich des Gipfel-Treffens in Singapur an Quelle: AP

„Ich bin so glücklich.“ Rodman unterhält eine ungewöhnliche Freundschaft mit Kim. Eine Mitarbeiterin der US-Regierung habe ihn angerufen und ihm mitgeteilt, dass Präsident Trump stolz auf ihn sei, sagte Rodman einem CNN-Moderator.

Weit gereist

Die Anreise war für Kim nicht allzu schwierig. Trotzdem ist der Gipfel für den 34-jährige Nordkoreaner die bislang weiteste Auslandsreise. Aus Pjöngjang flog er mit einer Maschine der Air China etwa 4750 Kilometer. Trump war mit der Air Force One fast einmal um die halbe Welt unterwegs, 14.000 Kilometer.

Zwölf Millionen Dollar für vier Stunden

Singapur ist eines der reichsten und teuersten Länder der Welt. Die Kosten des Gipfels werden auf umgerechnet etwa zwölf Millionen Euro beziffert. Für Singapur bedeutet dies aber auch viel Imagewerbung. Das weltweite Interesse an dem Treffen ist enorm. Mehr als 2500 Journalisten berichten darüber.

Treffen in der Löwenstadt

Aber für Singapur sprachen einige Gründe: Die „Löwenstadt“ (so die wörtliche Übersetzung) ist politisch neutral. Sowohl die USA als auch Nordkorea haben Botschaften dort - das ist keineswegs selbstverständlich. Südostasiens kleinster Staat gilt auch als sehr sicheres Pflaster. Anschläge gab es in der ehemaligen britischen Kronkolonie (unabhängig seit 1965) seit langem nicht mehr, auch Proteste sind hier selten.

Von RND/mkr/dpa

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