Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Politik Dürre: Bauern erhalten 10 Millionen Euro
Nachrichten Politik Dürre: Bauern erhalten 10 Millionen Euro
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:41 25.09.2018
Die wochenlange Dürre hat der Landwirtschaft massive Verluste beschert.  Quelle: Ralf Hirschberger/dpa
Kiel

Das Agrarministerium hatte Anfang August die Dürreschäden im Land auf 422 Millionen Euro geschätzt. Der Bund sagte den deutschen Bauern bis zu 170 Millionen Euro zu. Davon sollen zehn Millionen auf Schleswig-Holstein entfallen, die das Land um die gleiche Summe ergänzt. Die Bauern hatten die schlechteste Ernte seit vielen Jahren eingefahren.

"Dieses Jahr stellt die Landwirtschaft auf eine echte Bewährungsprobe", sagte Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Dienstag. "Mit der gefundenen Vereinbarung bekommen die Landwirte Klarheit, was die Hilfen anbetrifft." Das Land hatte im Sommer bereits steuerliche Maßnahmen zu ihrer Entlastung ergriffen. Das Agrarministerium bereitet für Dürrehilfen derzeit das Antrags- und Auszahlungsverfahren vor. Es rechnet mit mehr als 1000 Anträgen.

Kriterien müssen erfüllt sein

Es sind mehrere Kriterien zu erfüllen, um Hilfe bekommen zu können. So muss der Naturalertrag auf Acker und Grünland im Betriebsdurchschnitt um mehr als 30 Prozent geringer sein als im Schnitt der letzten drei Jahre. Die positiven Einkünfte laut Steuerbescheid dürfen bei Eheleuten 120.000 Euro nicht überschreiten. Für Einzelpersonen gelten 90.000 Euro. Auch Einkünfte, die nicht aus der Landwirtschaft stammen, werden verrechnet. Zudem soll dieses Prinzip gelten: Je höher das Privatvermögen, desto geringer die Hilfe. Diese soll auch nur dann möglich sein, wenn der Betrieb ohne Dürre nicht existenzgefährdet wäre.

Von dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Verkehrsminister Andreas Scheuer hat mit seinem Modell für die Diesel-Nachrüstungen für Kritik gesorgt. Darin war eine Selbstbeteiligung von Dieselfahrern vorgesehen. Nun ruderte Scheuer zurück: Er arbeite an einem neuen Konzept. Aber eine Frage bleibt: Wer zahlt die Hardware-Nachrüstungen?

25.09.2018

Die Entschuldigung von Angela Merkel in der Causa Maaßen wird in den Deutschen Medien kontrovers diskutiert. Der Tenor: Die Kanzlerin könne so vielleicht wieder ein paar Punkte gut machen. Für den Fortbestand der Koalition dürfe sie sich beim nächsten Streit jedoch nicht mehr durchmogeln.

25.09.2018

Bei der Wahl des Fraktionsvorsitzenden der Union hat Volker Kauder erstmals einen Herausforderer. Ralph Brinkhaus verspricht neue Impulse – und nach denen sehnen sich derzeit viele in der Union. Der Ausgang der Wahl wird zeigen, wie viel Rückhalt Angela Merkel noch genießt.

25.09.2018