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Libysche Behörden kündigen Auflösung der Milizen an

Unruhen Libysche Behörden kündigen Auflösung der Milizen an

Die libyschen Behörden wollen alle Milizen und bewaffneten Gruppen in dem nordafrikanischen Land auflösen. Das kündigte der Präsident der Nationalversammlung, Mohammed al-Megrayef, auf einer Pressekonferenz an.

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Der Präsident der libyschen Nationalversammlung Mohammed al-Megrayef in Tripolis.

Quelle: Sabri Elmhedwi

Doha/Tripolis. Betroffen seien alle Gruppierungen, die sich der staatlichen Kontrolle entziehen. "Wir verbieten außerdem den Einsatz von Gewalt und das Tragen von Waffen in der Öffentlichkeit. Auch die Errichtung von Kontrollpunkten ist illegal", sagte Al-Megrayef in der vom Nachrichtensender Al-Dschasira übertragenen Erklärung. Die staatlichen Behörden seien aufgefordert worden, diese Anordnungen umzusetzen.

Die Erklärung folgte nur einen Tag nach einer Großdemo gegen Gewalt und islamistische Milizen in der ostlibyschen Stadt Bengasi. Im Anschluss an die Kundgebung mit rund 20 000 Teilnehmern hatten wütende Bürger das Hauptquartier der Miliz Ansar al-Scharia gestürmt. Der Miliz wird vorgeworfen, in den Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi verwickelt zu sein, bei dem vor eineinhalb Wochen US-Botschafter Chris Stevens und drei weitere Amerikaner getötet wurden. Die Führung der Ansar al-Scharia bestreitet dies.

dpa

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