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Politik SPD-Bundestagsabgeordneter Marco Bülow verlässt Partei
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22:46 26.11.2018
Marco Bülow verlässt die SPD. Quelle: Michael Kappeler/dpa
Dortmund

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Marco Bülow kehrt seiner Partei den Rücken. Das soll Bülow nach Informationen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) vor Genossen in seinem Dortmunder Unterbezirk erklärt haben. Er wolle die Partei verlassen, sein Abgeordnetenmandat im Bundestag aber behalten, soll Bülow demnach angekündigt haben. Zuerst hatte der Tagesspiegel über den Parteiaustritt berichtet. Die Regierungsmehrheit der großen Koalition ist durch den Schritt nicht gefährdet – zumal Bülow in der Vergangenheit immer wieder gegen die Linie seiner Fraktion abgestimmt hat.

Der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Achim Post forderte Bülow auf, sein Mandat zurückzugeben. „Die Entscheidung von Marco Bülow ist der Schlusspunkt einer längeren Entwicklung, die für viele keine Überraschung ist“, sagte er dem RND. „Nach meinem persönlichen Verständnis würde es sich jetzt allerdings gehören, das Bundestagsmandat, dass er als Sozialdemokrat gewonnen hat, an die Wählerinnen und Wähler zurückzugeben“, fügte Post, der auch Vorsitzender der NRW-Landesgruppe seiner Fraktion ist, hinzu.

Bülow ist Direktkandidat in Dortmund

Bülow ist direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Dortmund I und gehört dem Parlament seit 2002 an. In der SPD galt der 47-Jährige, der politisch am äußerten linken Rand der Partei zu verorten ist, schon seit Längerem als Querkopf und scharfer Kritiker der Parteiführung.

Bülow hatte sich entschieden gegen einen erneuten Eintritt in die große Koalition ausgesprochen und in jüngerer Vergangenheit häufiger mit einem Parteiaustritt kokettiert. Der Abgeordnete selbst will sich Dienstagvormittag auf einer Pressekonferenz erklären.

Von Andreas Niesmann/RND

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