Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Politik Menschenrechtsbeauftragte fordert Familiennachzug für syrische Flüchtlinge
Nachrichten Politik Menschenrechtsbeauftragte fordert Familiennachzug für syrische Flüchtlinge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:00 14.03.2017
Die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung: Bärbel Kofler. Quelle: dpa
Hannover

„Ich halte es für eine menschenrechtliche Notwendigkeit, dass syrische Flüchtlinge ihre minderjährigen Kinder und Ehepartner nach Deutschland holen können“, sagte Bärbel Kofler dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Am besten wäre es, wenn wir die Beschränkungen des Familiennachzugs als Gesetzgeber komplett abschaffen könnten“, betonte die SPD-Politikerin zum sechsten Jahrestag des Bürgerkrieges in Syrien. Dieser sei „ein schwarzer Tag für die Menschenrechte“.

„Nicht nur die Missachtung des humanitären Völkerrechts, sondern vor allem die katastrophale Situation der Kinder im Syrienkrieg erschüttert mich sehr“, sagte Kofler dem RND. „Wenn über drei Millionen Kinder unter sechs Jahren nichts anderes kennen als den Kriegsalltag mit Angst, Tod und Verlust, wenn zwei Drittel einer ganzen Generation traumatisiert sind, dann muss die internationale Gemeinschaft ihre Anstrengungen erhöhen, um dieser Generation zu helfen“, forderte die Menschenrechtsbeauftragte.

Seit einem Jahr haben Bürgerkriegsopfer aus Syrien keinen generellen Anspruch auf Anerkennung als Flüchtlinge nach der Genfer Konvention. Als subsidiär Schutzberechtigte haben sie in Deutschland keine dauerhafte Bleibeperspektive und dürfen keine Familienmitglieder nachholen.

Von RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Einen Tag vor der Parlamentswahl in den Niederlanden hat die Partei für die Freiheit des Rechtspopulisten Geert Wilders in den Umfragen erneut stark verloren. Nach den am Dienstagabend veröffentlichten letzten Umfragen könnte sie auf nur noch rund 13 Prozent kommen – und dürfte damit sicher nicht stärkste Partei werden.

14.03.2017

Der Druck auf den französischen Präsidentschaftskandidaten François Fillon wächst. Jetzt eröffnete die französische Justiz ein Ermittlungsverfahren gegen den konservativen Politiker. Grund ist die Affäre rund um die Scheinbeschäftigung von Fillons Frau auf Parlamentskosten.

14.03.2017

Im Kampf gegen den Terror hat das EU-Parlament eine Verschärfung des Waffenrechts verabschiedet. Jäger und Sportschützen sollen ihr Hobby trotzdem weiter ausüben können.

14.03.2017