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15:08 01.12.2017
Simbabwes neuer Präsident Emmerson Mnangagwa stellte am Freitag sein Kabinett vor. Quelle: AP
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Harare

Simbabwes neuer Präsident Emmerson Mnangagwa hat seine Regierung vorgestellt. Im ersten Kabinett nach der Absetzung von Langzeit-Machthaber Robert Mugabe finden sich neben Unterstützern Mnangagwas auch Militärangehörige und Kriegsveteranen, aber keine Vertreter der Opposition. Viele Bürger Simbabwes hatten auf eine Beteiligung der Opposition gehofft. Die neuen Minister sollten am Freitag ihren Amtseid ablegen. Emmerson Mnangagwa verkleinerte die Zahl der Ministerposten im neuen Kabinett von 33 auf 26.

Generalmajor Sibusiso Moyo, der den Putsch gegen Mugabe Mitte November im Staatsfernsehen verkündet hatte, wurde zum Außenminister ernannt. Luftwaffenchef Perence Shiri übernimmt das Ministerium für Landwirtschaft und Umsiedelungen. Auch Christopher Mutsvangwa, der Chef des Veteranenverbands, seine Frau und sein Stellvertreter sowie Funktionäre der Regierungspartei Zanu-PF erhalten Regierungsposten.

Opposition kritisiert die Beteiligung des alten Kaders

Die Opposition kritisierte die Besetzung des Kabinetts. Dieselben Leute, die die Probleme im Land verursacht hätten, machten einfach weiter, sagte Zeitungsherausgeber Trevor Ncube laut dem britischen Sender BBC. Der frühere Finanzminister und Oppositionspolitiker Tendai Biti erklärte, dies sei eine Enttäuschung für diejenigen, die nach dem Rücktritt Mugabes auf einen Wandel gehofft hätten.

Der 93-jährige Mugabe war im November unter erheblichem Druck nach 37 Jahren Herrschaft zurückgetreten. Unter seiner Führung wurde aus der früheren Kornkammer der Region ein Armenhaus. Der 75-jährige Mnangagwa gehört seit Jahrzehnten zur politischen Elite des Landes im südlichen Afrika.

Von RND/krö/epd/dpa

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