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11:39 07.03.2018
Bildungsministerin Karin Prien (CDU) verspricht schnelle Hilfen für Brennpunktschulen in Schleswig-Holstein. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Im Atlas gehe es um eine Kartierung der Schullandschaft nach Sozial- und Schuldaten sowie dem jeweiligen Leistungsprofil, so Prien. Bis zum Ende der Legislatur wolle die Regierung 29 Millionen Euro in "Schulen mit besonderen Herausforderungen" investieren, zwei Millionen davon bereits im kommenden Jahr.

Darüber hinaus seien auch die Kreise, Städte und Gemeinden als Träger finanziell gefordert. „Je besser es gelingt, auch die Kommunen mit ins Boot zu holen, desto besser wird es im Ergebnis“, sagte Prien. Man werde einen Schwerpunkt auf Grundschulen legen und neben Problemstadtteilen auch den ländlichen Raum berücksichtigen.

Lehrer und Schulleitungen sollen an Brennpunktschulen besonders fortgebildet werden. Darüber hinaus könne es um eine personelle Entlastung durch Aufstockung der Kollegien und die Unterstützung von Sozialarbeitern gehen.

Die von Prien angekündigten Hilfen stoßen bei Leitern von Kieler Brennpunktschulen, die sich im vergangenen Jahr zum Verein „Schulen am Wind“ zusammengeschlossen haben, allerdings auf große Skepsis. Weiche Unterstützungsfaktoren wie Beratung von Schulen oder Lehrerfortbildungen brächten kaum Entlastungen. „Stattdessen brauchen wir kleinere Klassen, mehr Sozialpädagogen, mehr Stunden für Krisenintervention und Leitungsaufgaben“, so der Mitinitiator des Vereins, Dieter Ruser.

Das Thema kleine Klassen wird aus Sicht der Ministerin allerdings überschätzt. Die Bildungsforschung gebe keine Hinweise darauf, dass kleinere Klassen größeren Bildungserfolg brächten.

Von Christian Hiersemenzel und Jürgen Küppers

Von KN-online

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