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Politik Mit der Entlassung von Maaßen ist der Fall nicht gelöst
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08:24 05.11.2018
Auf einer Abschiedsrede vor ausländischen Geheimdienstchefs soll Maaßen von teilweise linksradikalen Kräften bei den Sozialdemokraten gesprochen haben. Quelle: imago/IPON

Dass Maaßen gefeuert gehört, versteht sich von selbst. Damit ist der Fall aber keineswegs erledigt. Erstens nämlich wirft die Abschiedsrede erneut ein schlechtes Licht auf den Bundesinnenminister. Schließlich war es Horst Seehofer, der Maaßen nach Chemnitz ursprünglich hatte befördern wollen und die Ernennung eines Nachfolgers seit Ende September durch Passivität unterläuft – eine Passivität, die längst als hinhaltender Widerstand des CSU-Politikers gedeutet werden kann. Im Übrigen stellt sich mittlerweile die Frage, wie Maaßen es überhaupt an die Spitze des Amtes hat schaffen und wie er sich dort so lange hat halten können. Diese Frage freilich richtet sich an viele.

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Die Nonchalance, mit der der Rheinländer die Abschiedsrede in Warschau offenbar hielt und ihre Veröffentlichung nicht bloß billigend in Kauf nahm, deutet daraufhin, dass er auf seinen Rausschmiss regelrecht hingearbeitet hat – verbunden mit größtmöglicher öffentlicher Aufmerksamkeit. Vermutlich wollte sich der Noch-Verfassungsschutzchef jenen Märtyrer-Status verschaffen, den man in der AfD gut gebrauchen kann. Dieser endgültige Schritt ans andere politische Ufer läge fraglos in der Logik des Skandals.

Von Markus Decker/RND

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