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Albig und Grüne wollen Habeck im Land halten

Nach Urwahl zum Spitzenkandidaten Albig und Grüne wollen Habeck im Land halten

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) will nach der knappen Niederlage Robert Habecks bei der Urwahl der Grünen auch nach der Landtagswahl weiter mit seinem Umweltminister zusammenarbeiten. Auch die Grünen in Schleswig-Holstein freuen sich über den Verbleib Habecks im Land.

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Wie sieht seine Zukunft aus? Bleibt Robert Habeck der Politik der Grünen in Schleswig-Holstein erhalten?

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Die hauchdünne Niederlage bei der Urwahl um die Grünen-Bundestagsspitzenkandidatur bedeutet für den Kieler Umweltminister Robert Habeck Ungewissheit über seine politische Zukunft. Der Unterlegene hat den Gewinnern zunächst fair gratuliert.

Denn im Vorfeld hatte er klargemacht, dass er zum einen nicht für ein Abgeordnetenmandat bei der Landtagswahl am 7. Mai und bei einer Niederlage auch nicht für die Bundestagswahl im Herbst antreten werde. Auf die Frage, was er in dem Fall machen werde, hatte der 47-Jährige im September geantwortet, dann bleibe er ein politischer Mensch und werde seiner Partei zur Verfügung zu stehen.

„Aber ich erhebe dann ausdrücklich keinen Anspruch auf irgendwelche Posten oder Listenplätze - ich bin zum Beispiel ziemlich gut im Flyer verteilen.“

Aber dabei müsste es nicht bleiben. Denn sollten die Grünen nach der Landtagswahl in Kiel wieder mitregieren wie jetzt mit SPD und SSW (Südschleswigscher Wählerverband), wäre Habeck gewiss wieder ein Spitzenkandidat fürs Kabinett. Zuletzt hatte aber die Koalition in einer Umfrage keine Mehrheit mehr bekommen.

Grüne sind zuversichtlich

Dennoch hoffen die Nord-Grünen weiter auf ein starkes Engagement des Landesumweltministers in Schleswig-Holstein. „Lieber Robert Habeck, ein starkes Ergebnis! Ich setze auf Dich! Als Wahlkämpfer, als Mensch, und auch zukünftig: als Minister in SH!“, twitterte Habecks Kabinettskollegin und Spitzenkandidatin für die Landtagswahl, Finanzministerin Monika Heinold.

Die Grünen-Landeschefin Ruth Kastner hofft ebenfalls, dass Habeck weiterhin eine tragende Rolle in Schleswig-Holstein spielen wolle. Sie sei optimistisch, dass er sich nicht aus der Politik zurückziehe. Parteichef Cem Özedmir hat die Grünen-Urwahl um die Spitzenkandidatur für den Bundestag bei den Männern extrem knapp am besten abgeschnitten. Habeck holte nur 75 Stimmen weniger.

Albig spricht sich weiter für Habeck aus

Auch Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) will nach der knappen Niederlage Robert Habecks bei der Urwahl der Grünen auch nach der Landtagswahl weiter mit seinem Umweltminister zusammenarbeiten. „Für Robert Habeck persönlich hätte ich mir gewünscht, dass er noch die paar Stimmen mehr bekommen hätte“, sagte Albig der Deutschen Presse-Agentur in Kiel. Er hätte den Grünen auf Bundesebene und der Bundespolitik insgesamt sehr gut getan. Sein Kabinettskollege sei ein ganz besonderer Politiker.

„Umgekehrt habe ich nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich mich sehr freuen würde, gemeinsam mit ihm weiter für unser Land erfolgreich rot-grün-blaue Politik zu machen. Dazu gibt es jetzt die Chance – wenn er es denn möchte – und das freut mich sehr. Willkommen zurück, Robert!“

dpa

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KN-online (Kieler Nachrichten)

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