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10:02 07.06.2018
Von Jürgen Küppers
Das Zeugnis einer Schülerin der dritten Klasse. Trotz Kritik führt Schleswig-Holstein zum kommenden Schuljahr wieder verbindlich Noten ab der dritten Klasse ein. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Kiel

Nach Einschätzung von Bildungsexperten werden nur einige Schulen im Land an den Berichtszeugnissen festhalten. Laut der ab 1. August geltenden Grundschulverordnung ist dafür allerdings ein entsprechender Beschluss der Schulkonferenz notwendig.

Zeugnisnoten das "kleiner Übel"

Erst vor vier Jahren hatte die damalige Bildungsministerin Waltraud Wende (parteilos) versucht, die Notenzeugnisse per Verordnung abzuschaffen und durch sogenannte Kompetenzraster zu ersetzen. Doch fast 90 Prozent der Grundschulen torpedierten den Plan. Ihre Schulkonferenzen beschlossen, Schüler weiterhin zu benoten. „Dabei wird es wohl auch bleiben – leider“, schätzt Volker Nötzold, Landesvorsitzender des Elternbeirates für Grundschulen. Das liege aber nicht daran, dass Grundschulpädagogen Zeugnisnoten grundsätzlich gut fänden. „Vielmehr sind sie das kleinere Übel, weil die damals vom Land vorgegebenen Kompetenzraster für Lehrer, Eltern und Schüler absolut unverständlich und damit unpraktikabel waren.“

Bildungsministerin bleibt bei ihrer Haltung

Auch die Landesvorsitzende des Grundschulverbandes, Prof. Beate Blaseio, sieht in der Rückkehr zum Notenzeugnis einen „Rückschritt“ auf dem Weg zu einer anzustrebenden notenfreien Grundschule. Denn Zeugnisnoten vermittelten keine objektiven Informationen über Lernerfolge oder Defizite der Schüler, sondern bildeten meist nur Bewertungskriterien der Lehrer ab.

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) bleibt bei ihrer Haltung: „Noten sind aus meiner Sicht ein gutes Rückmeldesystem für Eltern und Schüler. Deshalb sollen Notenzeugnisse ab Jahrgang drei wieder den Regelfall in Schleswig-Holstein darstellen.“

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