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Pflegesituation im Norden soll besser werden

Landtag Pflegesituation im Norden soll besser werden

Die Koalition in Kiel will einem Pflegenotstand im Land entgegenwirken. Das Bündnis aus SPD, Grünen und SSW stellte am Mittwoch ein Maßnahmebündel vor, das vor allem die Ausbildung stärken soll.

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Pflegeberufe sollen eine höhere Anerkennung erfahren.

Quelle: Rainer Jensen/Archiv

Kiel. Nach SPD-Angaben werden bis 2020 rund 11 000 zusätzliche Fachkräfte benötigt, 2100 davon in der Altenpflege. Die Befürchtungen gehen dahin, dass die Ausbildung nicht mit der steigenden Zahl der Pflegebedürftigen mithalten könnte: 80 000 Menschen sind im Norden auf Pflege angewiesen, 2020 könnten es 100 000 sein. Derzeit arbeiten in der Pflege rund 37 500 Menschen in ambulanten und stationären Einrichtungen.

Die Koalition will prüfen lassen, ob eine Ausbildungsumlage des Landes in der Altenpflege möglich ist. Diese müssten die Betriebe zahlen, die an Pflege beteiligt sind. Bei Ausbildungsplätzen, die nicht vom Land gefördert werden, müssen Azubis Schulgeld zahlen. Sie bekommen aber auch eine Vergütung, in der Altenpflege im ersten Ausbildungsjahr 820 Euro, im dritten knapp 982. Gut 2000 bereiten sich auf einen Einsatz in der Altenpflege vor. Die Koalition hat beschlossen, 2013 und 2014 je 200 zusätzliche Ausbildungsplätze in der Altenpflege zu fördern. Den Pflegern müsse mehr Dank und Anerkennung zuteilwerden als bisher, sagte Sozialministerin Kristin Alheit (SPD).

dpa

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