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Politik Politiker antworten: Was mögen Sie an Ihrem Beruf?
Nachrichten Politik Politiker antworten: Was mögen Sie an Ihrem Beruf?
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12:00 30.09.2018
Verkehrsminister Andreas Scheuer im Interview auf dem RND-Flurfest. Quelle: Thomas Imo/photothek.net
Berlin

Politiker stehen im Alltag vor vielen Herausforderungen: Probleme lösen, Konsens finden - und nebenbei Koalitionskrisen lösen. Ein Job mit durchverhandelten Nächten und viel Konfliktpotenzial. Das muss nicht immer Spaß machen, kann es aber. Warum sie ihren Job gerne machen, darüber haben Vertreter aus Politik und Medien auf dem RND-Flurfest gesprochen. Bei dem Zusammentreffen von mehr als 200 Gästen gab es außerdem noch die ein oder andere Anekdote.

Für Wolfgang Kubicki, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, stellt die Politik eine stets willkommene Herausforderung dar: „Vor allen Dingen, weil wir ja gerade einen Übergang erleben. Bei Veränderungen wie der Kauder-Abwahl quasi hautnah dabei zu sein, das macht den Job als Politiker zu etwas Besonderem“, sagte der FDP-Abgeordnete. Für den ehemaligen SPD-Chef Martin Schulz hingegen ist ein anderer Aspekt bedeutsamer: „Egal, wo du in der Politik stehst, du kannst was verändern, du kannst was bewegen. Das macht mir Spaß.“

Überzeugungstäter sein, das Land gestalten und Menschen treffen

Laut FDP-Chef Christian Lindner gibt es viele Politiker, die lieber etwas anderes machen würden. Er sehe das aber ganz anders, sagte er. „Es gibt ja als Politiker immer schwierige Zeiten, aber ich liebe das, was ich tue.“ Man könne sich als Politiker mit seinen ganzen Grundüberzeugungen „in die Kurve werfen und mit guten Argumenten das Land gestalten“. Lindner fasste seine Leidenschaft für den Job als Politiker wie folgt zusammen: „Überzeugungstäter sein, das Land gestalten und Menschen treffen - das macht für mich die Arbeit als Parlamentarier unbeschreiblich gut.“

Auch Grünen-Abgeordnete Renate Künast ist nach wie vor begeistert von ihrem Job, allerdings gibt sie zu bedenken: „Wenn ich heute noch einmal anfangen würde, würde es mir bestimmt nicht mehr so viel Spaß machen wie am Anfang.“

Und was mag CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer an ihrem Job besonders? „Nach wie vor die Begegnung mit den Menschen. Und auch, dass man Dinge bewegen kann.“ Das sei noch ausgeprägter gewesen, als sie Ministerpräsidentin war. „Aber man hat nicht immer die Chance, an einem neuen Grundsatzprogramm einer Partei zu arbeiten. Und das Privileg habe ich in den nächsten Jahren und darauf freue ich mich.“

Scheuer und die Frage nach der Zukunft

Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hingegen mag die Konfrontation: Die „Auseinandersetzung mit überkritischen Journalisten“ reize ihn sehr. Im selben Atemzug formuliert er einen Wunsch: „Ich würde gerne einmal gefragt werden, was das Verkehrsministerium für die Zukunft macht. Denn wir machen so einiges.“ Das Ministerium beschäftige sich unter anderem mit Bildungsthemen und automatisiertem Fahren.

Ex-SPD-Chef Martin Schulz berichtete auf dem Fest von einer fantastischen Eigenart aus Afrika: „Da hat ein Botschafter eines afrikanischen Landes bei einer Rede gesagt: Wenn in meinem Land die Menschen zum Ausdruck bringen wollen, dass das Wohlgefühl nicht mehr zu steigern ist, dann sagen die ’Hmm’. Das ist doch toll, wenn man am Ende einer wunderbaren Veranstaltung einfach sagt: ’Hmm’. So, wie beim RND-Flurfest.

Von RND/lf

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