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Politik Kunstrasen lässt Grüne rasen
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11:00 22.03.2019
Von Ulf B. Christen
Ann-Kathrin Tranziska ist Landesvorsitzende der Grünen in Schleswig-Holstein. Quelle: Sven Janssen
Kiel

Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) unterstützt den Vorstoß auf Basis einer Studie des des Fraunhofer Instituts, den die Partei am Wochenende auf einem Parteitag in Bad Bramstedt beschließen dürfte.

Zuschuss für 18 Projekte in diesem Jahr

„Wir erleben bei Kunstrasenplätzen gerade einen Hype“, sagte die Naturschutzexpertin der Landtags-Grünen, Marlies Fritzen. Das für Sportanlagen zuständige Innenministerium bestätigt das. Im vergangenen Jahr förderte das Land 14 Kunstrasenspielfelder (3,2 Millionen Euro), im laufenden Jahr sollen 18 Projekte mit 4,2 Millionen Euro bezuschusst werden. Damit dürfte künftig landesweit auf deutlich mehr als 100 Kunstwiesen gebolzt werden.

8000 Tonnen Mikroplastikteilchen

Nach der Studie gelangen in Deutschland jährlich rund 8000 Tonnen Mikroplastikteilchen allein durch Fußball-Kunstrasenplätze in die Umwelt, vor allem durch Verwehungen. Der Plastik-Eintrag sei damit deutlich höher als durch Kosmetik-, Wasch- und Reinigungsmittel, berichtet Partei-Chefin Tranziska. Das Problem sei nicht der Rasen selbst, sondern seine Stabilisierung durch Granulate aus Gummi und andere Kunststoffe.

Beratungsstelle für Kommunen und Sportvereine

Die Grünen-Chefin fordert deshalb, bei neuen Kunstwiesen „ein geschlossenes Bewässerungssystem sowie einen Verwehungsschutz“ vorzuschreiben und Alt-Plätze mit Gummi-Granulat nachzurüsten. Zudem soll das Innenministerium seine Richtlinie so ändern, dass künftig nur noch Plätze mit „biologisch abbaubaren Granulat“ gefördert werden, also etwa aus Kork. Auch eine Beratungsstelle für Kommunen und Sportvereine steht im Wunschkatalog.

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