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Politik Republikaner bauen ihren Vorsprung im US-Senat aus
Nachrichten Politik Republikaner bauen ihren Vorsprung im US-Senat aus
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10:27 07.11.2018
Während die Republikaner bei den US-Kongresswahlen ihre Mehrheit im Senat weiter ausbauen, gewinnen die Demokraten im Repräsentantenhaus die Oberhand. Quelle: J. Scott Applewhite/AP
Washington

Im US-Senat deutet sich kurz vor Ende der meisten Auszählungen noch einmal ein Endspurt der Republikaner an: 51 Sitze sind von US-Medien bereits bestätigt, ein weiterer Sieg in Florida steht so gut wie fest und in Arizona deutet er sich an. In Mississippi kommt es am 27. November zu einer Stichwahl. Damit käme die Partei Donald Trumps auf 54 der 100 Sitze im Senat.

Im Repräsentantenhaus sieht es dagegen viel besser für die Demokraten aus: Sie gewinnen laut CNN bis zu 35 Sitze hinzu. Laut aktueller Hochrechnung der „New York Times“ kommen sie auf 229 Sitze, die Republikaner erhalten demnach 206 Sitze. Über alle Rennen hinweg werden sie laut dieser Vorhersage rund 7 Prozentpunkte vor den Republikanern liegen. Bei den Gouverneuren gelang es den Demokraten bisher, vier Posten hinzuzugewinnen. Zur von den Demokraten erhofften „blauen Welle“ ist es damit dennoch nicht gekommen. Allerdings ermöglicht ihnen diese Mehrheit im Repräsentantenhaus, viele Politikvorhaben der Republikaner zu blockieren.

Lesen Sie hier einen Kommentar zu den Midterm Elections: Für Trump brechen unangenehmere Zeiten an

Ein gemischtes Bild zeichnet sich bei den Volksabstimmungen ab: Während Marihuana vermutlich in Michigan legalisiert und in Missouri mit einer Sondersteuer erlaubt wird, wurde eine Legalisierung in North Dakota und Missouri abgelehnt. West Virginia und Alabama werden Abtreibungen erschweren. Arkansas und Missouri erhöhen die Mindestlöhne und in Nebraska, Idaho und Utah sieht es so aus, als werde die staatliche Krankenversicherung Medicaid ausgeweitet. Wichtigste Änderung ist aber die Wiedereinführung des Wahlrechts für Verurteilte und ehemalige Häftlinge in Florida. Laut mancher Schätzungen dürfen bis zu 1,5 Millionen Menschen wieder wählen gehen, darunter jeder sechste Farbige im wahlberechtigten Alter.

In dieser Grafik sehen Sie die Wahlergebnisse früherer Midterm-Wahlen im historischen Vergleich. Die Balken zeigen Verluste und Gewinne der Präsidentenpartei im Repräsentantenhaus wie im Senat bei den Midterm-Wahlen an.

Generell liegen die Ergebnisse auf Linie der vor der Wahl veröffentlichten Umfragen: Demokraten und Republikaner gewinnen die Bezirke, die sie sicher gewinnen mussten und jene Wahlkreise, die als tendenziell für die eine oder andere Seite eingestuft worden waren. Die „Toss Ups“ genannten unentschiedenen Bezirke teilten sich auf.

In dieser Grafik sehen Sie die Sitzverteilung im Repräsentantenhaus zwischen Republikanern und Demokraten seit dem Jahr 1944. Ein Wert über der Null-Linie bedeutet eine Mehrheit für die Demokraten, darunter für die Republikaner:

 

Von RND/dpa

Bei den Midterm Elections treten insgesamt 964 Kandidaten an. Die Anzahl von Frauen, Farbigen, Lesben, Schwulen und Transgender ist dabei beispiellos hoch. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland stellt einige Ausnahmekandidaten der Demokraten und Republikaner vor.

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