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Politik Lübeck soll weitere Ermittlungen prüfen
Nachrichten Politik Lübeck soll weitere Ermittlungen prüfen
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12:04 26.05.2017
Von Bastian Modrow
Steht im Fokus der Kritik: Landespolizeidirektor Ralf Höhs. Quelle: eis: Thomas Eisenkrätzer
Schleswig/ Kiel

Die Rocker-Affäre bei der Landespolizei wird juristisch neu geprüft: „Die Kollegen sollen das Vorliegen eines Anfangsverdachts einer Straftat prüfen“, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Schleswig. Die Behördenleitung habe sich zu diesem Schritt entschlossen, „um auch nur den Anschein einer Voreingenommenheit in der Sache auszuschließen“, so der Sprecher.

Die Strafanzeige war am Dienstag in Schleswig eingegangen. Sie richtet sich neben den heutigen Landespolizeidirektor Ralf Höhs unter anderem auch gegen den damaligen Soko-Leiter Mathias E. sowie „weitere in Betracht kommende Personen“ richtet. In dem dreiseitigen Schreiben, das KN-online vorliegt, verlangt der Antragsteller eine Prüfung „aller in Betracht kommender Delikte“ wie Verfolgung Unschuldiger, Freiheitsberaubung für mehr als eine Woche sowie Strafvereitelung im Amt.

Ermittlungen sollen nicht von Kiel geführt werden

„Diese Anzeige richte ich an Sie, weil die Kieler Staatsanwaltschaft selbst in die Unterdrückung von Beweismitteln involviert gewesen sein soll“, heißt es in dem Schreiben an die Generalstaatsanwaltschaft. Diese folgt mit der Abgabe des Prüfverfahrens nach Lübeck dem Wunsch des Antragstellers. Dieser hatte in seinem Schreiben angeregt: „Zur Vermeidung jedes Anscheins von Interessenskonflikten und in Anbetracht der hohen öffentlichen Bedeutung sollten die Ermittlungen nicht von der Kieler Staatsanwaltschaft geführt werden.“

Der Kieler Strafrechtsanwalt Michael Gubitz, der einen der beiden ehemaligen LKA-Ermittler vertritt, hat unterdessen ebenfalls die Staatsanwaltschaft Kiel sowie die Generalstaatsanwaltschaft eingeschaltet. Eine neuerliche Strafanzeige will er nicht stellen, „ich habe allerdings beiden Behörden meine volle Unterstützung bei einer möglichen Aufarbeitung des Sachverhalts angeboten“, sagte Gubitz KN-Online.

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