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Politik Göttsch will den Wolf nur im Wald
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05:00 05.11.2018
Von Hans-Jürgen Jensen
Streift ein Wolf durch den Kreis Rendsburg-Eckernförde? In den vergangenen Tagen wurden dort vermehrt gerissene Schafe gefunden. Quelle: Carsten Rehder/dpa (Symbolfoto)
Kiel/Nortorf/Hohn

Als Beispiel für Wolfflächen nannte der CDU-Politiker Hauke Göttsch den Segeberger Forst. Dort könnten die Raubtiere Rehe jagen und erlegen. „Das ist Natur.“ Die Rehe hätten die Chance wegzurennen, so Göttsch. Eingezäunte Schafe könnten das nicht. Sie seien wehrlos.

Auf Eiderstedt, in den Kreisen Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde, Pinneberg und Steinburg dürfe der Wolf sich dagegen nicht auf Dauer ansiedeln, findet Göttsch. Das seien Gebiete, in denen Landwirte Schafe züchten.

No-go-Zonen für den Wolf in Schleswig-Holstein

In den vergangenen Tagen waren Schafe in Schülp und Brammer mutmaßlich von einem Wolf gerissen worden, auch in Bargstall bei Hohn wurden jetzt zehn tote Tiere entdeckt. „Die Stimmung in der Bevölkerung kippt“, sagte Göttsch. „Es ist zu viel.“ Die Menschen in der Region „fühlen sich nicht mehr wohl“.

Der Wolf sei mittlerweile „in unserer Kulturlandschaft und in dicht besiedelten Gebieten ein Problem“. Es müsse erlaubt sein, auffällige Tiere zu schießen. Wenn Wölfe wahllos Schafe töteten oder schwer verletzten, sei das Blutrausch und auffälliges Verhalten, so der Landtagsabgeordnete.

Der Wolf in Schleswig-Holstein: Sichtungen von 2008 bis 2018

Wenn Sie links oben das Menü öffnen, können Sie verschiedene Ebenen (Wolfssichtungen pro Jahr) an- und abwählen. So können Sie nachvollziehen, wo der Wolf seit 2008 schon überall in Schleswig-Holstein war.

Wölfe abschießen oder Höchstzahl festlegen

Göttsch appellierte an die Konferenz der Umweltminister, jetzt Bedingungen festzulegen, zu denen Wölfe zum Abschuss freigegeben sind und „die Hürden nicht zu hoch zu setzen“. Eine weitere Möglichkeit sei, nach dem Vorbild Frankreichs, eine Höchstzahl von zugelassenen Wölfen in Deutschland festzusetzen.

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