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Politik Seehofers Ablösung hat jetzt einen Zeitplan
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09:32 31.10.2018
Horst Seehofer, CSU-Vorsitzender und Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, soll kurz vor der Ablösung an der Spitze der CSU stehen. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
München

Am Wochenende des 10. und 11. November treffen sich die CSU-Bezirkschefs in München. Nach Informationen der Bild-Zeitung ist das der Zeitpunkt, an dem sich das Schicksal von Parteichef Horst Seehofer entscheiden soll. Denn es wird erwartet, dass sich das Gremium auf mehrere Beschlüsse einigt. Einer davon betrifft laut Insidern einen Sonderparteitag, der noch in diesem Jahr abgehalten werden soll. Dieses Vorhaben setzt allerdings eines voraus: Es muss ein Nachfolger für Seehofer gefunden werden. Und man muss sich hinter verschlossenen Türen einigen – eine offene Kampfabstimmung soll so vermieden werden.

Nach dem konsequenten Rückzug von Angela Merkel von der CDU-Parteispitze schauen nun alle auf den CSU-Chef. Der betonte bislang nur, dass er die Entscheidung Merkels bedauere. Wohl auch, weil so der Druck auf ihn wächst.

Diese Kandidaten könnten Merkels Nachfolge antreten

Seehofer fehlen die Spielräume

Ein potenzieller Nachfolger für den 69-Jährigen – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann – erwartet von Seehofer, dass er sich bald zu seiner Zukunft in der Politik äußert. Den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte er, dass sich Horst Seehofer sicher schon im Vorfeld eines Parteitages zu seiner Zukunft äußern werde.

Seehofer selbst nennt Mitte November als spätmöglichsten Termin für den Start der Debatte zur inhaltlichen, strategischen und personellen Zukunft. „Ich glaube erst, dass er das Amt aufgegeben hat, wenn sein Nachfolger gewählt ist“, spottet beinahe verzweifelt ein Parteivorstand. So oft habe Seehofer sich am Ende wieder gerettet, eine Hintertür gefunden. Doch dies scheint jetzt praktisch unmöglich. Oder?

Tatsache ist, dass Seehofer keine großen Spielräume mehr hat. Konnte er Ende 2017 durch seinen Verzicht auf das Ministerpräsidenten-Amt und den Wechsel ins Bundesinnenministerium im März 2018 zumindest das Amt des Parteichefs retten, dürfte es nun von CSU-Seite keine Kompromisse mehr geben.

Von fw/RND/dpa

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