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Simone Lange kritisiert Parteiführung

Bundesvorsitz Simone Lange kritisiert Parteiführung

Die Flensburger Oberbürgermeisterin Simone Lange, die für den SPD-Bundesvorsitz kandidiert, greift die amtierende SPD-Führung und ihre Gegenkandidatin Andrea Nahles scharf an. „Man versucht, mich zu verschweigen, man lässt sich nicht auf ein Gespräch mit mir ein“, sagt sie KN-online im Interview.

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Simone Lange greift die SPD-Führung an.

Quelle: Ulf Dahl

Flensburg. Auf dem Parteitag habe man ihr gerade einmal zehn Minuten Redezeit angeboten. Generalsekretär Lars Klingbeil habe sie dazu gesagt: „Ich kenne unsere Satzung und unsere Verfahrensweisen so gut, dass ich weiß, dass Kandidaten zu ihrer Vorstellung unbegrenzt Redezeit haben.“ Lange betont: „Wenn es von mir ein Entgegenkommen gibt, möchte ich mindestens 30 Minuten reden. Aber ich habe vom Bundesvorstand noch keine Antwort.“ Sie werde sich widersetzen, kündigt Lange an, und auf dem Parteitag die Änderung der Geschäftsordnung beantragen.

Kein souveräner Umgang

Sie wirft der Parteiführung vor, mit ihr nicht souverän umzugehen. Auf der Homepage der SPD sei sie so lange nicht aufgetaucht, bis großer Druck aus der Mitgliederschaft entstand. Lange kritisiert auch, dass der amtierende Bundesvorsitzende Olaf Scholz sich in den vergangenen Wochen gar nicht zu Wort gemeldet habe. Beim Basistreffen in Hamburg habe sie ihm ihre Bewerbung für den Parteivorsitz übergeben, er sei daraufhin einfach weitergegangen.

Ihre Gegenkandidatin Andrea Nahles ginge ihr ebenfalls aus dem Weg, berichtet Lange. „Andrea Nahles hat behauptet, mich auf einen Kaffee angefragt zu haben, und ich hätte keine Zeit gehabt. Andersrum war’s.“ Lange weiter: „Es ist die Sozialdemokratie, die gerade ihr Gesicht zeigt. Deshalb müssen wir uns nicht fragen, warum wir gerade bei 18 Prozent stehen.“

Das ganze Interview lesen Sie in der Montagsausgabe der Kieler Nachrichten.

Von KN

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