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Volksinitiative macht Druck

Sozialer Wohnungsbau Volksinitiative macht Druck

Für die Bundesbürger gehört bezahlbarer Wohnraum zu den größten politischen Problemen – 79 Prozent sehen darin ein Armutsrisiko.Das bestätigt eine Studie der Caritas. Sozialverband und Mieterbund in Schleswig-Holstein starten jetzt eine Volksinitiative für bezahlbaren Wohnraum.

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Recht auf billige Wohnungen - das fordert eine Volksinitiative im Land.

Quelle: Oliver Berg

Kiel.. „Damit soll der Druck auf die Politik erhöht werden, eines der drängendsten Probleme im Land offensiver anzupacken“, erklärte Jutta Kühl, Landesvorsitzende des Sozialverbandes. In Schleswig-Holstein konkurrierten vor allem in den Großstädten und im Hamburger Umland immer mehr Bevölkerungsgruppen um ein knapper werdendes Wohnungsangebot, fügte sie beim Jahresempfang des Sozialverbandes in Kiel hinzu. Allein 300.000 Schleswig-Holsteiner seien auf staatliche Unterstützung angewiesen.

„Früher gab es für Menschen mit geringem Einkommen 220.000 öffentlich geförderte Wohnungen. Aktuell sind es 47.000, notwendig wären 120.000“, sagte Carsten Wendt, Landesgeschäftsführer beim Mieterbund. Wer leer ausgehe, müsse bis zu 50 Prozent des verfügbaren Einkommens fürs Wohnen ausgeben.

Das gelte auch für Berufsgruppen wie Erzieher, Verkäufer, Polizisten, Pflegekräfte. Weder der Pakt für bezahlbares Wohnen des Landes noch der Masterplan Wohnen der Landeshauptstadt hätten das verhindert, betonte Kühl.

Das Ziel der Volksinitiative ist es, das Recht auf angemessenen Wohnraum in die Landesverfassung aufzunehmen. Damit sich der Landtag mit dem Anliegen befasst, sind 20.000 Unterschriften nötig. Allein der Sozialverband hat im Norden 145.000 Mitglieder.

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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