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Politik Terroranschlag in Wien verhindert – 18-Jähriger in Haft
Nachrichten Politik Terroranschlag in Wien verhindert – 18-Jähriger in Haft
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11:46 21.01.2017
Der Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) informiert Medienvertreter, nach der Festnahme eines Terrorverdächtigen in der Rotenhofgasse in Wien. Quelle: dpa
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Wien

In Wien ist laut Behördenangaben ein Terroranschlag verhindert worden. Ein 18-jähriger Österreicher mit Migrationshintergrund sitze wegen eines geplanten Anschlags seit Freitagnachmittag in Haft, sagte Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP). Es war laut Behörden der bisher schwerwiegendste Hinweis auf einen Terrorakt in Österreich. Der Mann stammt laut Sobotka aus dem „albanischen Milieu“. Es liege möglicherweise ein radikal-religiöser, salafistischer Hintergrund vor. Auszuschließen sei aber, dass der Mann ein Heimkehrer aus einem Kriegsgebiet der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei.

Dem Generaldirektor für öffentliche Sicherheit im Innenministerium, Konrad Kogler, nach habe die vereitelte Terrorattacke in Wien kurz bevorgestanden. Es gebe „Hinweise, dass ein solcher Anschlag sehr zeitnah geplant“ war. Das Zünden einer Bombe in einer U-Bahn sei „eines der möglichen Szenarien gewesen“. Die Behörden mahnten die Bevölkerung an stark frequentierten Orten zu besonderer Vorsicht.

Eine Spur führt auch nach Deutschland

„Der Fall zeigt einmal mehr, dass Österreich keine Insel der Seligen ist“, sagte Sobotka. Die Alpenrepublik und ganz Europa müssten in diesen Zeiten stets mit einer Bedrohung durch Terror rechnen. Deshalb seien „stärkere polizeiliche Instrumente“ nötig, betonte Sobotka.

Auch eine Spur nach Deutschland gebe es. Der Mann, der hauptsächlich in Wien gewohnt haben soll, sei in der Bundesrepublik gewesen. „Dass er einmal in Deutschland gewesen ist, das zeigt sich schon“, sagte Sobotka. Medienberichte, wonach der Mann erst am Freitag aus Deutschland nach Wien eingereist sein soll, bestätigte der Minister aber nicht.

Hinweis kam von ausländischen Geheimdiensten

Sobotka war selbst noch in Deutschland zu Besuch bei seinem Kollegen Thomas de Maizière, als er von dem geplanten Anschlag erfuhr. Er kehrte daraufhin umgehend nach Wien zurück. Die „Kronen Zeitung“ berichtete in ihrer Online-Ausgabe zuerst von der Festnahme des Verdächtigen.

Die Polizei teilte am Freitag mit, dass sich in den vergangenen Tagen Hinweise auf einen geplanten Anschlag verdichtet hätten. Ausländische Geheimdienste hätten die Behörden darüber informiert. Der Mann sei daraufhin überwacht und in einer Wiener Wohnung von einer Sondereinheit der Polizei festgenommen worden.

Behörden in Alarmbereitschaft versetzt

Die „Kronen Zeitung“ berichtete, der Mann habe in der zweiten Januarhälfte einen Sprengstoffanschlag verüben wollen. Den Sprengsatz soll der Verdächtige in Deutschland selbst gebaut haben.

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) bedankte sich auf Twitter bei den Beamten für ihre Arbeit. „Danke für euren Einsatz - ihr macht ÖSTERREICH zu einem der sichersten Länder der Welt“, schrieb der Regierungschef.

Die Behörden wurden in Alarmbereitschaft gesetzt. Beamte in Uniform und in zivil seien verstärkt in der ganzen Stadt unterwegs, hieß es von der Polizei.

Von RND/dpa

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