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Politik Trump folgt Assange – und nicht dem Geheimdienst
Nachrichten Politik Trump folgt Assange – und nicht dem Geheimdienst
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11:42 05.01.2017
Der künftige US-Präsident Donald Trump (oben) vertraut in Fragen des Hackerangriffs auf Server der Demokraten dem Wikileaks-Gründer Julian Assange. Auch wenn dieser dem US-Geheimdienst widerspricht. Quelle: dpa/RND
New York

„Julian Assange hat gesagt, "dass ein 14-Jähriger Podesta gehackt haben könnte" - warum war der DNC so nachlässig? Er hat auch gesagt, dass die Russen ihm nicht die Informationen gegeben haben“, schrieb Trump am Mittwochmorgen (Ortszeit) im Kurznachrichtendienst Twitter.

Wikileaks hatte in den vergangenen Monaten zahlreiche gehackte E-Mails der Demokraten veröffentlicht - darunter Dokumente des Parteivorstands DNC und Clintons Wahlkampchef John Podesta. Die Nachrichten offenbarten auch interne Machtkämpfe in Clintons Stab. Das schadete ihrem Wahlkampf. Assange hat verneint, dass die russische Regierung hinter den Hackerangriffen steckt.

Trump äußert immer wieder Zweifel an den geheimdienstlichen Erkenntnissen. Er will sich von Vertretern der Dienste über den Fall unterrichten lassen. Am Dienstagabend erklärte er auf Twitter, ein geplantes Treffen dazu sei auf Freitag verschoben worden. Möglicherweise brauche man mehr Zeit, um einen Fall zu konstruieren, behauptete er. Das Wort „Geheimdienst“ setzte er in Anführungszeichen. US-Medien berichteten dagegen unter Berufung auf Geheimdienstkreise, das Treffen sei gar nicht früher geplant gewesen.

Außenministerium: Keine Zweifel an russischen Hackerangriffen

Die US-Regierung hat nach Angaben aus dem Außenministerium keine Zweifel, dass Russland hinter Hackerangriffen auf US-Ziele im zurückliegenden Wahlkampf steckt. „Die Geheimdienste sind sich sicher. Und der Präsident hätte nicht die Schritte unternommen, die er unternommen hat, wenn er nicht überzeugt wäre“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, John Kirby, am Dienstag in Washington.

Von RND/dpa

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