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Politik Trump liefert sich bei Pressekonferenz Streit mit CNN-Reporter
Nachrichten Politik Trump liefert sich bei Pressekonferenz Streit mit CNN-Reporter
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20:41 07.11.2018
Präsident Donald Trump und der CNN-Reporter Jim Acosta bei der Pressekonferenz. Quelle: imago/UPI Photo
Washington

Bei der Pressekonferenz von Präsident Donald Trump ist es erneut zu einem Eklat mit den Medien gekommen: Trump zettelte auf offener Bühne einen handfesten Streit mit dem CNN-Reporter Jim Acosta an. „Sie sind eine furchtbare, unverschämte Person“, fuhr der Präsident den in den USA bekannten Reporter an.

„Wenn Sie Fake News in die Welt setzen, was CNN tut, dann sind Sie der Feind des Volkes“, fuhr er fort. CNN müsse sich schämen, einen Menschen wie Acosta zu beschäftigen. Der Reporter hatte Fragen zu den laufenden Russland-Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller gestellt sowie Trump auf die sogenannte Migrantenkarawane angesprochen, die sich Richtung USA bewegt, und gefragt, warum er diesen Menschen eine „Invasion“ der USA unterstelle.

Trump war bereits vor fast zwei Jahren in New York – noch vor seiner Amtseinführung – in Aufsehen erregender Weise mit Acosta aneinandergeraten, weil ihm dessen Fragen nicht gefallen hatten.

Der US-Präsident sprach während der Pressekonferenz ferner von „feindseligen Medien“. Mehrmals forderte er Journalisten auf, den Mund zu halten. Einem anderen Reporter sagte Trump: „Von Ihnen bin ich auch kein Fan“.

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Als ihn zudem eine afroamerikanische Reporterin fragte, ob Trump dadurch, dass er sich selbst als Nationalisten während des Wahlkampfes bezeichnet hatte, weißen Nationalisten Auftrieb verschafft habe, erwiderte er, dass sei so eine „rassistische Frage“. Zudem sei das sehr beleidigend für ihn.

Doch nicht nur die Pressevertreter wurden von Trump angegriffen, sondern auch die bei den Midterms unterlegenen republikanischen Kandidaten. Er warf ihnen vor, sie hätten seine Politik nicht ausreichend unterstützt und deswegen verloren. Der Präsident erklärte, Kandidaten wie Mike Coffman oder Mia Love hätten ihre Rennen verloren, weil sie seine Politik nicht mitgetragen hätten. „Mia Love hat mir keine Liebe gegeben und sie hat verloren“, erklärte er. „Tut mir leid, Mia.“

Coffman hatte seinen Sitz im Repräsentantenhaus an einen demokratischen Herausforderer verloren. In Loves Rennen wurde noch kein Sieger erklärt, es sieht aber schlecht aus für die Republikanerin.

Von RND/dpa/AP/das