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Politik Trump macht Schwiegersohn zum wichtigen Berater
Nachrichten Politik Trump macht Schwiegersohn zum wichtigen Berater
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06:52 10.01.2017
Soll als Senior Advisor ins Weiße Haus kommen: Jared Kushner (li.), Ehemann von Ivanka Trump (Mitte) und Schwiegersohn des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Quelle: imago stock&people
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Washington

Der künftige US-Präsident Donald Trump macht seinen Schwiegersohn Jared Kushner zu einem seiner einflussreichsten Berater. Der 36-jährige Ehemann von Trumps Tochter Ivanka soll als Senior Adviser ins Weiße Haus kommen, wie der Stab des designierten Präsidenten am Montagabend (Ortszeit) bestätigte.

Kushner wird den Plänen nach eng mit Trumps Stabschef Reince Priebus und dem Chefstrategen im Weißen Haus, Steve Bannon, zusammenarbeiten.

Trumps Mann für die sozialen Netzwerke

„Jared war eine enorme Bereicherung und vertrauenswürdiger Berater während des Wahlkampfes und der Übergangszeit, und ich bin stolz, ihn in einer Schlüsselrolle in meiner Administration zu haben“, teilte Trump mit.

Der künftige US-Präsident Donald Trump hat in seinem Kabinett schon zahlreiche Posten vergeben. Wir stellen Ihnen die wichtigsten künftigen US-Minister vor.

Kushner war bereits während des Wahlkampfes eine feste Größe in Trumps Beraterteam. US-Medien beschrieben seine Rolle als die des eigentlichen Chefs hinter den gewaltigen Kulissen: entschlossener Antreiber und Verhandler, ruhiger Weichensteller und Entscheider.

Kushner muss Interessenskonflikte aus dem Weg räumen

Er kümmerte sich vor allem um die digitale Strategie. Kushner ist Spross einer orthodox jüdischen Familie und gilt als einflussreicher Ratgeber Trumps in der Nahostpolitik. So sollen Reden zur Außenpolitik, die Trump während des Wahlkampfes hielt, seine Handschrift getragen haben.

Kushners Vater Charles ist wie Donald Trump eine Größe in der New Yorker Immobilienszene. Jared Kushner tätigte laut „Wall Street Journal“ Immobiliengeschäfte im Umfang von insgesamt 14 Milliarden Dollar (13,18 Milliarden Euro). Ein Amt in der Regierung lässt sich mit seinen bisherigen Tätigkeiten nicht vereinbaren. Dafür müsste er eine rechtlich tragfähige Struktur finden und Interessenskonflikte aus dem Weg räumen.

Wie die „New York Times“ am Montagabend unter Berufung auf seinen Anwalt berichtete, plant Kushner seinen Besitz in New York zu verkaufen, die Beteiligung an den Immobiliengeschäften seiner Familie und andere Vermögenswerte an seinen Bruder sowie an einen von seiner Mutter verwalteten Treuhandfonds abzugeben.

Von dpa/RND/zys

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