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17:40 30.08.2012
 Aus einer kaputten Glasflasche kann schnell eine gefährliche Waffen werden. Schon bei etlichen Flaschenwürfen wie hier in der Bergstraße in Kiel wurden Beamte verletzt. Quelle: eye: Karina Dreyer

Das Aggressionspotenzial sei teils sehr groß, sagte Andreas Breitner am Donnerstag in Eutin zum Abschluss des diesjährigen Einsatztrainer-Cups der Landespolizei. Es komme nicht nur zu Pöbeleien und Beleidigungen, häufig würden die Attacken mit Schlägen und Tritten, aber auch mit Stich- und Schlagwaffen ausgeführt. Im vergangenen Jahr wurde gegen 1375 Polizeibeamte Widerstand ausgeübt. 228 Beamte wurden dabei verletzt, zwei so schwer, dass sie im Krankenhaus stationär behandelt werden mussten. Ein exakter und detaillierter Vergleich zu 2010 ist wegen neuer bundeseinheitlicher Erfassungsmodalitäten nicht möglich.

 Die zunehmende Gewalt gegen Polizisten ist laut Breitner das Ergebnis einer gesellschaftlichen Entwicklung, die die Polizei nicht stoppen kann. „Die Fehler beginnen häufig bereits im Elternhaus, wenn Kinder nicht zu Gewaltlosigkeit, Achtung vor den Mitmenschen und Respekt vor dem Gesetz erzogen werden“, sagte der Minister. Ein Polizeibeamter, der das Gewaltmonopol des Staates durchsetze, habe Anspruch darauf, dass der Staat seine Autorität nach außen deutlich sichtbar unterstütze und stärke.

 Breitner begrüßte, dass die Strafen für Gewalt gegen Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Rettungskräfte heraufgesetzt worden seien. „Ich erwarte von der Justiz, dass sie diese gesellschaftspolitische Wertentscheidung auch in ihren Urteilen berücksichtigt“, sagte er.

 Beim Einsatztrainer-Cup der Landespolizei, der Steuerfahndung und der estnischen Polizei treten zwölf Mannschaften mit jeweils fünf Einsatztrainern gegeneinander an. An verschiedenen Orten rund um den Eutiner Kellersee müssen mehrere Übungen aus dem Katalog von Maßnahmen der Eigensicherung absolviert werden. Getestet werden beispielsweise Fertigkeiten im Umgang mit Einsatzmitteln, Erste Hilfe, Schießen, die körperliche und geistige Fitness oder das Geschick bei der Wasserrettung.

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