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Politik Warum Andreas Ritzenhoff gegen Merz, Kramp-Karrenbauer, Spahn antritt
Nachrichten Politik Warum Andreas Ritzenhoff gegen Merz, Kramp-Karrenbauer, Spahn antritt
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07:30 07.12.2018
Statt Kramp-Karrenbauer, Merz, Spahn: Auch der hessische Unternehmer Andreas Ritzenhoff will CDU-Chef werden. Er muss dazu noch auf dem Parteitag vorgeschlagen werden. Quelle: Arne Immanuel Bänsch/dpa
Hamburg

Einmal wenigstens will Andreas Ritzenhoff auf die Bühne. Und dann am besten da bleiben. Ritzenhoff will CDU-Chef werden. Er findet, er sei dafür der beste Kandidat. Nicht Friedrich Merz, nicht Annegret Kramp-Karrenbauer, nicht Jens Spahn, keiner aus dem CDU-Establishment. Sondern ein hessischer Unternehmer, der Aluteile her für Lippenstifte und andere Gebrauchsgegenstände herstellt. Vor ein paar Monaten ist Ritzenhoff in die CDU eingetreten, seine Bewerbung hat er schon angekündigt, bevor Angela Merkel ihren Rückzug angekündigt hat. Im Laufe des Wettbewerbs sind ein Dutzend weitere dazu gekommen, darunter ein Student und ein Wirtschaftsprofessor. Der Professor hat mittlerweile zurückgezogen.

Ritzenhoff sagt, er habe politische Ziele, die er umsetzen wolle und seine Erfahrungen als Unternehmer seien doch auch gut für so ein politisches Amt. Er wisse ja, wie sich Gesetze auswirkten in der Realität.

Ritzenhoff hat einen ziemlich einsamen Kampf geführt bisher. Mit seiner Lebensgefährtin ist der 61-Jährige auf alle Regionalkonferenzen gefahren, um sich vorzustellen. Auf der Bühne standen Kramp-Karrenbauer, Merz und Spahn. Ritzenhoff stand im Foyer oder in den Gängen zwischen den Stühlen und verteilte Flugblätter mit seinen Forderungen. Die Regel war: Als Kandidat mit Rederecht auf der Bühne gilt nur, wer von einem CDU-Kreis- oder Landesverband nominiert worden ist. Der hessische Kreisverband Marburg, dem Ritzenhoff angehört, hat sich explizit gegen ihn gestellt.

Ritzenhoffs Bilanz des Wettbewerbs ziemlich bitter aus

Bei der ersten Konferenz in Lübeck kam Ritzenhoff in der Fragerunde dran. Er versuchte eine kleine Vorstellung aus dem Saal heraus, wurde aber wie alle anderen zum Kurzhalten gemahnt. Ritzenhoff stellte eine Frage zur Chinapolitik. China beschäftigt ihn, seine Firma hat einen großen Auftrag an die chinesische Konkurrenz verloren.

Sein Forderungskatalog enthält noch ein paar andere Punkte: Ritzenhoff fordert, dass Einwanderung über „das Asylgesetz“ ausfällt, Autobahnen schneller repariert werden, Immobilienverkauf an ausländische Investoren beschränkt und Ferkelkastration gestoppt wird. Seine Bilanz des Wettbewerbs ziemlich bitter aus. Er fühlt sich an die Seite gedrängt und übergangen. Er findet nicht, dass es besonders demokratisch zugehe in der CDU.

Am Freitag haben Ritzenhoff und auch alle sonstigen Interessenten noch bis gegen Mittag eine Chance: Auf dem Parteitag reicht der Vorschlag eines Delegierten, um vom Bewerber zum Kandidaten zu werden. Dann geht es auf die Bühne.

Von Daniela Vates/RND

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