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Schleswig-Holstein Bahn soll wieder Strafe zahlen
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09:01 29.03.2018
Von Ulf B. Christen
Auf der Strecke nach Sylt gibt es schon seit Monaten Probleme: Zahlreiche Bahnen fielen aus oder kamen viel zu spät. In den ersten drei März-Wochen fuhren zwischen Niebüll und Sylt nur 34,4 und 57,6 Prozent der Züge nach Fahrplan. Quelle: Carsten Rehder
Kiel

„Wir müssen leider auch für den Monat März feststellen, dass die Pünktlichkeit, aber auch die Zahl der Zugausfälle bei weitem nicht das geschuldete Niveau erreichen“, sagte Buchholz. Demnach behält das Land 250000 Euro ein, weil die vereinbarte Pünktlichkeit (bei der Marschbahn 93 Prozent) nicht eingehalten wurde. In den ersten drei Märzwochen fuhren zwischen Niebüll und Sylt nur zwischen 34,4 und 57,6 Prozent der Züge nach Fahrplan. Weitere 100.000 Euro zieht Buchholz der Bahn ab, weil zwischen zwei und vier Prozent der Züge ausfielen. Zielvorgabe waren höchstens ein Prozent.

„Der Sondermalus ist wieder fällig“, bilanzierte Buchholz. Das Geld solle an die Pendler „ausgekehrt“ werden. Das dürfte allerdings dauern. Bisher haben die Bahnfahrer noch nicht einmal ihr Geld aus der ersten Strafaktion im Februar erhalten. Damals hatte Buchholz rund 5000 Pendlern eine Entschädigung von bis zu 75 Euro versprochen, und zwar rückwirkend für 2017. Die Rückzahlungsregelung soll erst in diesen Tagen fertig sein. Die Details der zweiten Zahlung sind noch offen.

Die Bahn hält den Sondermalus für vertragswidrig

Der Chef der DB Regio Nord, Torsten Reh, verwies auf den Verkehrsvertrag mit dem Land. Der sieht bei Schlechtleistungen Maluszahlungen von bis zu 4,3 Millionen Euro im Jahr vor, allerdings keine zusätzlichen Sonderstrafen. „Die juristische Grundlage dafür ist im Vertrag nicht zu erkennen“, sagte Reh. Die Strafe für Februar habe die Regionalbahn „vorbehaltlos akzeptiert“, die für März werde genau geprüft. „Darüber werden wir mit dem Land nochmal reden müssen.“

Reh räumte ein, dass auf der Sylt-Strecke vieles schief laufe. „Das ist Mist, was wir in den vergangenen Wochen da draußen produziert haben“, sagte er im Verkehrsausschuss des Landtags. Reh erinnerte allerdings auch daran, dass nur etwa die Hälfte der Probleme auf das Konto der DB Regio gehen. Für die schlechte Infrastruktur sind andere DB-Töchter wie etwa die Netz AG verantwortlich.

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