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Schleswig-Holstein Günther verteidigt seine Personalpolitik
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21:19 14.01.2019
Von Bastian Modrow
Regiocast-Chef Dirk van Loh (li.) und RSH-Programmchef Dirk Klee (re.) feierten beim Jahresempfang von RSH in Kiel mit Ministerpräsident Daniel Günther und 500 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Obwohl das Motto am Montagnachmittag „Good News“ waren, sparte Regiocast-Geschäftsführer Dirk van Loh schlechte Nachrichten, vor allem aber seine Kritik an Fake News nicht aus. „Gute Nachrichten dringen immer weniger bei uns allen durch, vielmehr nehmen in den öffentlichen Debatten verstärkt Unheilsprophezeiungen Raum ein“, sagte van Loh und ging mit den „völlig unregulierten sozialen Medien“ ins Gericht.

Dort würden Botschaften geteilt, die „polarisieren, dramatisieren und emotionalisieren“. Der Wahrheitsgehalt spiele häufig keine Rolle. Fernsehen und Radio würden seit 70 Jahren eng reguliert, „das World Wide Web ist dagegen eine Spielwiese für unseriöse Nachrichten“, mahnte van Loh. „Hier bedarf es aus der Politik sehr schnell einer Regulierung.“

Günther sucht Paten für seine Tochter

Ministerpräsident Daniel Günther nutzte die Bühne in Kiel-Wittland, um sich gegen die verschiedenen Filz-Vorwürfe der vergangenen Monate zu wehren. Zuletzt hatte die „Bild am Sonntag“ berichtet, er habe den CDU-Politikern Kristina und Niclas Herbst, Eltern eines Patenkinds von Günther, „lukrative Jobs“ verschafft.

„Das waren nicht nur zwei, das waren mindestens 20 – das nennt man Regierungswechsel in Schleswig-Holstein“, sagte Günther. Da nehme man „Leute des Vertrauens, die eine tolle Arbeit machen“. Er stehe zu seinen Personalentscheidungen, auf die er „sehr stolz“ sei.

Ironisch bat er RSH um Hilfe bei der Suche nach einem Paten für seine neugeborene Tochter: „Er muss auf jede politische Karriere verzichten, darf auf keinen Fall irgendwas mit Politikern zu tun haben, muss ambitionslos sein und keinen Bock auf nichts haben.“

Satirische Spitzen gegen SH-Politiker

Kabarettist Dietmar Wischmeyer setzte bei seinem satirischen Rundumschlag noch einen drauf. Günther habe sich als „Grünenbändiger“ einen Namen gemacht; er sei „jung, nicht schwul, aber katholisch.“

FDP-Bundesvize Wolfgang Kubicki sei in Berlin „der letzte Mann unter lauter Luschen“. Wischmeyer: „Wenn Chuck Norris in den Spiegel guckt, sieht er dort Kubicki.“

Grünen-Chef Robert Habeck nannte Wischmeyer die „neue Lichtgestalt aus Schleswig-Holstein am politischen Firmament.“ Das hätte vor zwei Jahren noch niemand für möglich gehalten – erst recht nicht, da „Robby“ keine Frau sein: „Auf einer Männer-Skala von 1 bis 10, wobei eine 1 für eine Frau und eine 10 für Wolfgang Kubicki steht, ist Habeck eine 3. Wobei Cappuccino-Frauen im veganen Katzencafé das anders sehen würden.“

Und auch SPD-Landeschef Ralf Stegner bekam sein fett weg: Er sei nur noch im politischen Geschäft, weil er zu jedem Thema "einen raushaut". Wischmeyer: "Wäre Stegner ein Hund im Park, dann müsste er angeleint werden."

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