5 ° / -2 ° Schneeregen

Navigation:
Jahresempfang mal ganz futuristisch

Alter Güterbahnhof Kiel Jahresempfang mal ganz futuristisch

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte sich am Donnerstagabend zur Begrüßung seiner 300 Gäste im Alten Güterbahnhof Kiel besondere Unterstützung geholt: Emma, einen Roboter der Fachhochschule Kiel, der künftig in der Altenpflege eingesetzt werden soll.

Voriger Artikel
Lübecker Unternehmer wettert gegen #MeToo
Nächster Artikel
Kindesmissbrauch: Männer aus SH in Haft

Ministerpräsident Daniel Günther,CDU hält vor vollem Haus seine Neujahrsansprache.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Um zu den Vertretern von Politik, Gesellschaft, Kultur, Religion, Sport und Presse sowie dem Konsularischen Korps zu sprechen, griff der 44-Jährige dann allerdings doch lieber selbst zum Mikrofon. 

„Ein neues Jahr erkennen Sie leicht an den vielen Joggern oder dem Run auf die Fitness-Studios“, sagte der Regierungschef. „Nichts gegen die guten Vorsätze. Doch als langjähriger Läufer weiß ich: Spätestens in ein paar Wochen wird es auf meinen Laufstrecken wieder leerer.“ In der Politik dagegen brauche man einen langen Atem, wenn sich etwas ändern soll – in der Digitalisierung zum Beispiel.

Günther betonte, dass man den Prozess so gestalten müsse, dass der Mensch darin nicht verloren geht. „Robotik, künstliche Intelligenz – das verändert unser Leben.“ Umso wichtiger seien Bildung, Weiterbildung und Forschung. „Die Digitalisierung braucht Bildung. Das beginnt an den Schulen und endet nicht an den Unis.“ Mit mehr Geld, mehr Lehrern und mehr Qualität wolle die Jamaika-Regierung die Schulen im Norden für die Zukunft wappnen.

"Gemeinsamee sozialpolitische Verantwortung"

Günther wies auch darauf hin, dass im Zuge eines veränderten Arbeitsalltags durch die Digitalisierung die gesetzlich ausgehandelte Ruhezeitregelung neu ausgehandelt werden müssten. „Hier stehen Arbeitgeber und Politik in gemeinsamer sozialpolitischer Verantwortung.“ Über dieses Thema wurde unter den Gästen allerdings mindestens ebenso kontrovers gesprochen wie über den Einsatz von Robotern in der Pflege.

Zukunft? „Die Digitalisierung beeinflusst schon heute Wirtschaft und Privatleben ganz erheblich und bietet faszinierende Moglichkeiten“, sagte Götz Bormann, Doyen des Konsularischen Korps Schleswig-Holstein. Zugleich sprach er von einem erheblichen gesellschaftlichen Veränderungsprozess: Wenn aus Bürgern nur noch User würden und aus demokratischen Gesellschaften Social-Media-Gemeinschaften, habe das Folgen. Antworten darauf seien bislang noch zu wenig gegeben worden.

doc6ydw01abat06m6rqkyi

Hier finden Sie Fotos vom Jahresempfang am 11. Januar in Kiel.

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Christian Hiersemenzel
Landeshaus-Korrespondent

Mehr aus Schleswig-Holstein 2/3