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Schleswig-Holstein Rapper spricht sich gegen AfD aus
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00:13 12.02.2019
Von Frida Kammerer
Diskutierten über Rassismus: Hajdi Barz (v.li.n.re.), Samy Deluxe, Yasmine M'Barek und Moderatorin Aminata Touré. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Deluxe, dessen Vater Sudanese ist, setzt sich seit Jahren gegen Rassismus ein. Als Kind sei er wegen seiner Hautfarbe selbst oft rassistischen Anfeindungen ausgesetzt gewesen. "Hätte ich zählen sollen, wie oft ich das N-Wort gehört habe, bräuchte ich einen Zähler wie ihn Stewardessen haben."

Deluxe bezeichnete sich als eigentlich "typisch politikverdrossen. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die sich um meine Probleme kümmern könnten – wenn ich welche hätte. Ich fand es besser dazu zu stehen, als dieses Gutmenschen-geht-wählen-Gerede." Angesichts des Aufstieges der AfD findet er es inzwischen aber "doch gut seine Stimme zu nutzen." Auch dafür bekam Deluxe Applaus im Plenarsaal des Landtags.

Songs gegen Rechts

In seinem Song "Weck mich auf" von 2001 rappt Deluxe, der bürgerlich Samy Sorge heißt: "Umgeben von Skinheads, die Türken und Afrikanern das Leben nehmen, während Bullen daneben stehen, um Problemen aus dem Weg zu gehen" und greift so auch in seinen Liedern rassistische Tendenzen in Deutschland auf.

"Rassismus ist überall und man kann überall etwas dagegen tun", sagte Aminata Touré, Moderation und Grünen-Abgeordnete. Ziel der Konferenz war es, Ideen für den "Aktionsplan gegen Rassismus" zu sammeln. Der Plan war von den Grünen in der Koalition mit CDU und FDP durchgesetzt worden und ist Bestandteil des Arbeitsprogramms der Landesregierung. 

Workshops gegen Rassismus

Tagsüber wurden im Landeshaus verschiedene Workshops angeboten. Mehr als 160 Teilnehmer diskutierten über die Themen "Rassismus gegen schwarze Menschen", "Antimuslimischer Rassismus" und "Rassismus gegen Sinti und Roma". "Ich bin selbst betroffen und wollte mir Tipps holen, wie man mit Rassismus umgehen kann", erklärte Daniel Mulue seine Teilnahme. Der 30-jährige Eritreer wollte sich vor allem mit anderen Betroffenen austauschen.

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